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Parlamentarische Staatssekretärin Hoffmann besucht Grünes Band bei Spechtsbrunn

BUND-Leuchtturmprojekt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für die biologische Vielfalt

21.04.2022

Erfurt/ Spechtsbrunn, 21.4.2022. Heute überzeugte sich Dr. Bettina Hoffmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministerium, bei ihrem Besuch in Spechtsbrunn am Grünen Band von dem grenzüberschreitenden Engagement bayerischer und thüringischer Akteur*innen im Arten- und Biotopschutz. Wo früher die deutsch-deutsche Grenze Menschen voneinander trennte, arbeiten heute Akteur*innen vom BUND Thüringen und BUND Bayern zusammen an der Erhaltung artenreicher Kulturlandschaften. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, das Grüne Band als länderübergreifenden Lebensraumverbund, historische Erinnerungslandschaft und Begegnungsort für kommende Generationen zu sichern und weiterzuentwickeln.

Robert Bednarsky, Landesvorsitzender des BUND Thüringen: „Das Grüne Band beweist, wie die Zusammenarbeit von Menschen mit dem gleichen Ziel Grenzen überwinden kann – nicht nur im Naturschutz. Das ist in der aktuell krisengeschüttelten Zeit wichtiger denn je.“

In den strukturschwachen Regionen am Grünen Band erarbeitet der BUND zusammen mit Partner*innen aus der Landnutzung, den Kommunen und dem Naturtourismus Maßnahmen zur Entwicklung der biologischen Vielfalt und der Region insgesamt. So stellt der BUND Thüringen mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes „Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale“ im Projekt „Quervernetzung Grünes Band“ wertvolle Bergwiesen wieder her und entwickelt Maßnahmen für deren naturverträgliche Bewirtschaftung. Bednarsky: „Möglich ist das erst durch die Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sowie durch das herausragende Engagement unserer Ehrenamtlichen vor Ort. Dafür möchten wir Danke sagen!“

Dr. Bettina Hoffmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: „Das Projekt „Quervernetzung Grünes Band“ zeigt in vorbildlicher Weise, wie wichtig es ist, den bundesweit bedeutsamen Biotopverbund entlang des Grünen Bandes auch in die regionalen Strukturen zu integrieren und mit diesen zu vernetzen.“

Von den direkt auf bayerischer Seite anschließenden speziellen Artenschutzmaßnahmen für den Fadenmolch und zu den Bärwurzwiesen profitieren seltene Arten am Grünen Band unmittelbar und der grenzübergreifende Lebensraumverbund wird nachhaltig gestärkt. Beide Projekte werden von der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken und dem BUND Bayern in Kooperation umgesetzt.

Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUND Bayern: „Über Landesgrenzen hinweg setzen wir uns dafür ein, dass das Grüne Band als herausragendes Natur- und Kulturerbe der jüngeren Zeitgeschichte als UNESCO-Welterbestätte nominiert wird. Die thüringische und bayerische Staatsregierung sowie weitere Anrainerländer unterstützen das Vorhaben, das Grüne Band noch in diesem Jahr als Naturerbe auf die deutsche Welterbe-Vorschlagsliste einzuschreiben. Nur gemeinsam können wir diese Lebensader aufrechterhalten und die Erinnerungskultur für die Nachwelt bewahren.“ 

 

Hintergrund


Im Projekt „Quervernetzung Grünes Band“ knüpft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) das ökologische Rückgrat Grünes Band gemeinsam mit regionalen Partner*innen an landes-, bundes- oder sogar europaweit bedeutsame Biotopverbundachsen an, unter anderem in Thüringen und Bayern. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie durch den Bayerischen Naturschutzfonds.

 

Mehr Informationen:
https://www.bund.net/gruenes-band/quervernetzung/