- Home ›
- Themen ›
- Tiere und Pflanzen ›
- Tiere in Bayern ›
- Amphibien ›
- Froschlurche ›
- Kreuzkröte
Kreuzkröte (Epidalea calamita): Steckbrief
Im Frühling und Frühsommer sind die sirrenden nächtlichen Rufe der Kreuzkröte kaum zu überhören. Die männlichen Tiere versuchen, fortpflanzungswillige Weibchen über große Distanzen zu sich zu locken.
- document.getElementById('c256520').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">1 Fakten zur Kreuzkröte
- document.getElementById('c256521').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">2 Merkmale der Kreuzkröte
- document.getElementById('c256526').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">3 Systematik
Fakten zur Kreuzkröte
- Pionierbesiedler, erschließt neue Lebensräume oft als erste Art – aber dennoch in vielen Regionen Bayerns vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben, da auch Pfützen in der Regel verfüllt werden
- blanke Pfützen, Gräben, Ackerfurchen oder kleine Tümpel zählen auch im weiteren Umfeld zu ihren Laichgewässern
- Männchen rufen mit einem rätschenden Ruf, der über viele hundert Meter zu hören ist, Weibchen heran
- ein bis zwei Meter lange Laichschnüre werden auf den blanken Pfützenboden gelegt. Dort kommen kaum Fressfeinde für die Kaulquappen vor, allerdings ist das Risiko größer, dass die Gewässer während der Entwicklungsphase austrocknen. Daher gehört die Larvalentwicklung der Kreuzkröten zu den kürzesten aller Lurcharten Mitteleuropas.
- Kaulquappen fächeln kleine Trichter in den Sand, wenn das Wasser knapp wird: hier bleibt das Wasser vielleicht eine entscheidend kurze Zeit bis zum nächsten Niederschlag stehen. Der Untergrund dieser Gewässer hat viele kleiner solcher “Bombentrichter”. Der Laichzeitraum erstreckt sich von April bis Juli.
- Landlebensräume sollten reich an Verstecken sein: Sand-Abbaugebiete, Ruderalflächen, lichte Wälder auf sandigem Boden, aber auch Regionen mit kleinen sandhaltigen Äckern sind typische Lebensräume. Ihre ursprünglichen Lebensräume, die natürlichen Gewässerauen, existieren in Bayern nicht mehr.
- Hinterbeine der Tiere sind vergleichsweise kurz, sodass Kreuzkröten eher laufen als hüpfen, was mitunter an Mäuse erinnert.
Die Kreuzkröte gilt nach Roter Liste Bayern (Stand 2019) als stark gefährdet (Status 2). Sie genießt auch europaweit einen besonderen Schutzstatus (FFH-Art).
Merkmale der Kreuzkröte
- Größe: 5 bis 8 cm
- Weisslich, mit verschieden großen olivfarbenen Flecken und meist kleineren roten Flecken
- Meist gelblicher Aalstrich
- Oft rote Ohrdrüsen
- Waagerechte Pupille
- Läuft ähnlich wie eine Maus
- Wissenschaftlicher Name: Epidalea calamita
Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Überfamilie: Hyloidea
Familie: Kröten (Bufonidae)
Gattung: Epidalea
Art: Kreuzkröte (Epidalea calamita)






