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Kirschenprojekt

Naturparadiese aus Menschenhand

Streuobstwiesen sind für viele selten gewordene Tiere und Pflanzen wahre Paradiese. In Streuobstbeständen leben mindestens 5000 bis 6000 verschiedene Arten, ein einziger Baum kann mehr als 1000 Tierarten beherbergen.

Foto: Trummer
  • Stark gefährdete Vögel wie Wendehals oder Ortolan sind auf Streuobstbestände angewiesen.
  • Mehr als 70 Vogelarten wurden in den Kirschgärten nachgewiesen.
Foto: Dr. Schmidl
  • Ökologisch besonders wertvoll sind alte Bäume mit Höhlen und morschen Ästen.
  • Im morschen Holz leben seltene Insekten wie die Larven des Kirschprachtkäfers.

  • Spechten und Fledermäusen dienen Höhlen und Baumspalten als Quartier.
  • Im Geäst fühlen sich Garten- und Siebenschläfer wohl.

  • Die blütenreichen Wiesen locken Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an.
  • An den Stämmen wachsen viele verschiedene Flechten und Moose

 

 


Gründe für die Artenvielfalt

  • Einmalige Mischung aus Baum und Wiese
  • Stockwerkartiger Aufbau der Wiesen mit ihren Bäumen
  • Seltene Mahd
  • Blütenreichtum
  • Alte Bäume mit Höhlen und morschem Holz
  • Weitgehender Verzicht auf Mineraldünger und Spritzmittel


Streuobstwiesen sind für viele selten gewordene Tiere und Pflanzen überlebensnotwendige Rückzugsgebiete. Ohne die Streuobstbestände wären sie verloren.