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Das harte Leben der Stadtbäume

Bäume sind in der Stadt einer Vielzahl von Belastungen wie Hitze, Autoverkehr, Wassermangel und Nährstoffarmut ausgesetzt. Aufgrund dieser schwierigen Standortbedingungen liegt ihre Lebenserwartung gerade bei 50% ihrer Kollegen in der freien Natur, bei Straßenbäumen sogar nur bei 25%.

Bodenverdichtung und Bodenversiegelung

Begehen, Befahren und die temporäre Nutzung der Baumscheiben als kostenlose Abstellfläche führen zur Verdichtung des Bodens um den Baumstamm und dadurch zu einer Verschlechterung der Wasser- und Nährstoffzufuhr. Im ungünstigsten Fall reichen Pflaster oder Teerbelag unmittelbar bis an den Baumstamm heran. Eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes ist damit unterbunden, seine Vitalität erheblich beeinträchtigt. Bäume werden dadurch noch anfälliger für Krankheiten und Parasiten, können Tausalz- oder Abgasbelastung oder einen massiven Rückschnitt oft nicht mehr kompensieren.

Im schlecht durchlüfteten und für Niederschläge kaum durchlässigen Boden ist die Nährstoffversorgung für den Baum völlig unzureichend. Unter der Sauerstoffarmut leiden aber auch die Mikroorganismen, die pflanzliche (z. B. Falllaub) oder tierische Rückstände in Nährstoffe umwandeln, die für den Baum verfügbar sind. Beeinträchtigt wird aber auch die Wurzelmykorrhiza, ein Pilz, der in Symbiose mit den Kapillarwurzeln dem Baum wichtige Mineralstoffe liefert.

Hundeurin

An der Baumrinde verursacht der saure Hundeurin Ätzschäden, die sogar zum Ablösen der Rinde führen können. An solchen Schadstellen dringen Krankheitserreger, teilweise auch schmarotzende Pilze in den Stamm ein. Fäulnisschäden sind die Folge, durch die sogar die Standfestigkeit des jeweiligen Baumes gefährdet werden kann.

Streusalz

Vor allem Linde, Ahorn, Rosskastanie und Roteiche reagieren sehr empfindlich auf die durch Streusalz verursachte Erhöhung der Ionen-Konzentration im Boden. Diese hat fatale Auswirkungen auf die Lebenserwartung solcher Bäume