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Stadtbäume schützen

Fragen Sie sich, was Sie im Alltag konkret tun können, um Stadtbäumen in Ihrer Umgebung das Leben zu erleichter? Hier möchten wir Ihnen ein paar Anregungen geben und das Konzept der Baumpatenschaft vorstellen.

Werden Sie Baumpate

Trotz all dieser Belastungen können aber viele Stadtgartenämter wegen der angespannten Finanzlage vieler Städte für die gestressten Straßenbäume nur eine Basisversorgung leisten. Stadtbäume und besonders Straßenbäume sind deshalb auf die zusätzliche Betreuung und Pflege durch engagierte Anwohner angewiesen.

Die Idee einer Patenschaft für einen ausgewählten Baum (oder eine Baumscheibe bzw. ein Pflanzbeet) ist schon in etlichen Städten auf höchst positive Resonanz gestoßen und zum Erfolgsmodell eines nachhaltigen Bürgerengagements geworden.

Baumpate sein - wie geht das?

Niemand muss Bedenken haben, durch die Übernahme einer Baumpatenschaft über Gebühr belastet zu werden! Denn: Die Verkehrssicherungspflicht für den Patenbaum bleibt auch bei Bestehen einer Patenschaft bei der Stadt, so dass sich der Pate/die Patin weder um die Standsicherheit Ihres Baumes Gedanken machen noch aufwendige Pflegearbeiten, Schnitt o.ä. am Baum selbst durchführen muss. Schon mit relativ kleinen Pflegemaßnahmen können Baumpaten für "Ihren" Baum das Überleben in der Stadt spürbar erleichtern:

  • die Baumscheibe von Müll (v.a. Zigarettenkippen!) säubern; 
  • bei Trockenheit den Baum mit ein paar Eimern Wasser versorgen. Gerade bei großer Hitze gilt: lieber eine Kanne mehr als ein Fingerhut zu wenig!
  • die Erde um den Baum ab und zu vorsichtig oberflächlich lockern - die Wasser- und Nährstoffversorgung wird damit deutlich verbessert.
  • durch Abpflanzungen, z.B. mit Berberitzen oder der sog. "Verpiss-Dich-Pflanze coleus canina" verhindern, dass der Baum durch Hundekot und Hundeurin dauerhaft geschädigt wird;
  • die Baumscheibe durch eine Abgrenzung (max. 50 cm hoch und mind. 50 cm Abstand zu Parkbuchten & Fahrbahn sowie mind. 25 cm zu Rad- oder Gehweg) vor Bodenverdichtung, Schadstoffeintrag und Hundeurin schützen;
  • bei Bedarf bzw. gärtnerischer Bepflanzung zu stark wucherndes "Unkraut" evtl. entfernen;
  • die Fläche unter der Baumkrone vor Ablagerungen und parkenden Autos schützen - evtl. sogar durch eine kniehohe Absperrung (nur nach Absprache mit der Stadt!)
  • sich bei der Öffentlichkeitsarbeit über die Positivwirkungen von Stadtbäumen engagieren;
  • evtl. professionelle Pflegemaßnahmen (z.B. Bodenuntersuchungen, Bodenverbesserung, Wurzelraumbelüftung etc.) für den Patenbaum finanziell unterstützen;
  • evtl. Mitglied werden im "Bund der Baumpaten e.V.".

Baumpate sein - was bringt das?

  • Sie dürfen die Baumscheibe "Ihres" Baumes weitgehend nach Ihren Vorstellungen gestalten und können sich damit quasi vor Ihrer Haustüre eine kleine Naturoase schaffen, von der auch Passanten, Schmetterlinge etc. profitieren. Dabei bleibt es in der Regel Ihnen überlassen, ob Sie dort sich selbst ansiedelnden Ruderalpflanzen freien Raum geben oder die Baumscheibe nach Ihren Vorstellungen bepflanzen.
  • Zumeist erhalten Sie Pflegetipps und beratende Unterstützung durch das Stadtgartenamt.
  • In manchen Städten (z.B. Nürnberg) erhalten Sie einen Gutschein für den Pflanzenkauf.
  • Sie leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, zur Verschönerung Ihres Viertels und zur Steigerung der Lebensqualität in Ihrer Stadt.
  • In der Regel erhalten Sie auch ein Schild, das Sie am Baum anbringen dürfen, um Ihr Engagement für die Allgemeinheit sichtbar zu machen.
  • In manchen Städten wird Ihr uneigennütziger Einsatz sogar mit einem kleinen Fest samt Kulturprogramm belohnt.

Baumpate werden - ist das schwer?

  • Pate werden ist wirklich ein Kinderspiel - v.a. in den Städten, die mit dieser Einrichtung und deren organisatorischer Abwicklung schon jahrelange Erfahrung haben (z.B. Nürnberg);
  • dort reicht es, sich formlos per Brief, Anruf oder Mail bei der Stadtverwaltung oder beim Stadtgartenamt zu melden und dabei möglichst schon den "Wunschbaum" (z.B. mit Straßenname/Foto etc.) angeben;
  • in manchen Städten (z.B. Nürnberg) liegen sogar vorgedruckte Karten aus, die dafür verwendet werden können;
  • gibt es in Ihrem Ort noch keine Baumpatenschaften, können Sie auch die Kreis- oder Ortsgruppe des BUND Naturschutz um Vermittlung und Unterstützung bitten;
  • eine Baumpatenschaft können i.d. Regel nicht nur Einzelpersonen übernehmen, sondern auch Familien, Schulen, Vereine, Kindergärten etc. Was ein Baumpate bzw. eine Baumpatin ganz konkret für "Ihren" Baum tun darf bzw. kann, wird meist über einen Patenschaftsvertrag vereinbart, ergibt sich aber immer aus den persönlichen Möglichkeiten der einzelnen Person.