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CenterParcs abgelehnt - BN begrüßt Ergebnis des Bürgerentscheides in Pfofeld

Am Sonntag, 30.5.2021, entschieden die Bürger*innen von Pfofeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in einem Bürgerentscheid über die Frage, ob die Gemeinde die planerischen Grundlagen für eine Ansiedlung von CenterParcs im Wald der ehemaligen Muna Langlau angehen soll oder nicht.

 

Die Mehrheit (52 %) votierte dagegen. Damit ist die Planung zunächst vom Tisch.

 

31.05.2021

„Wir freuen uns über die demokratische Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger aus Pfofeld. Sie haben sich für sanften Tourismus und gegen einen Großkonzern entschieden. Der Munawald soll nicht gerodet werden. Das ist eine gute Nachricht für den Klima- und Artenschutz. Der BN sieht damit eine gute Chance, dass das Muna-Gelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben entmunitioniert wird und für den Naturschutz sowie behutsam in Teilen für die Allgemeinheit geöffnet werden kann“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN.

„Obwohl die Center Parcs-Manager alle Register gezogen haben und mit Filmen und Hochglanzbroschüren für ihr Projekt warben, konnten sie die Mehrheit nicht überzeugen. Die Bürgerinitiative Seenland in Bürgerhand, in der auch der BN aktiv mitwirkte, konnte mit großer Faktenfülle dagegenhalten. Wir danken allen, die hier mithalfen, und den Pfofelder Bürgerinnen und Bürgern für ihr Votum“, so Brigitte Löffler, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen.

Karl Heinz Schork, Vorstandsmitglied der Kreisgruppe, weist darauf hin, dass sich der BN an einem naturnahen Konzept und unter Berücksichtigung touristischer Ansätze gerne in die weitere Debatte um die Zukunft der Muna Langlau einbringen wird.

„Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Pfofeld durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes die planungsrechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung eines Center Parcs auf dem Gelände der Muna Langlau schafft?" So lautete die Frage, die von den ca. 1.300 wahlberechtigten Bürger*innen von Pfofeld beantwortet werden sollte. 1.096 Bürger*innen (Wahlbeteiligung 84,1 %) stimmten ab. 573 (52,4 %) davon votierten mit „Nein“.

Diese Entscheidung für Artenschutz, Klimaschutz und weniger Flächenverbrauch in der Region ist in Zeiten von Artensterben und Klimaerwärmung wegweisend für die Zukunft.

Für Rückfragen:

Tom Konopka, Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken
Telefon 0911 81878-24, Mobil 0160 8531944
Mail tom.konopka@bund-naturschutz.de