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5 Jahre Pariser Klimaschutzabkommen

BUND Naturschutz und Jugendorganisation fordern mehr Mut im Kampf gegen die Klimakrise. Vor fünf Jahren, am 12. Dezember 2015, wurde das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet, doch von den gesetzten Zielen ist bislang kaum etwas umgesetzt worden. Das Jahr 2015 ist mit der Verabschiedung der UN-Nachhaltigkeitsziele und dem historischen Klimavertrag von Paris ein Wendejahr für den internationalen Umweltschutz. Doch es mangelt weiterhin an der nationalen und landespolitischen Umsetzung. Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) und seine Jugendorganisation (JBN) fordern echte Klimapolitik. Angesichts der aufziehenden Klimakatastrophe braucht es Mut und radikale Maßnahmen.

Foto: BUND Naturschutz in Bayern e.V.

11.12.2020

Die Weltorganisation für Meteorologie hat zuletzt mitgeteilt, dass auch 2020 wohl eines der wärmsten drei je gemessenen Jahre werden wird. Der Climate Action Tracker des New Climate Institutes zeigt, die Pfade bis 2050 sind zu schwammig, deswegen braucht es bereits bis 2030 ambitionierte Zwischenziele. Die Folgen eines Vertagens beim Klimaschutz wären verheerend.

Als vor fünf Jahren, am 12.12.2015, das Klimaabkommen von Paris geschlossen wurde, standen junge Aktivist*innen der JBN gemeinsam mit Aktivist*innen des BN und vielen tausend weiteren Demonstrant*innen in Paris auf der Straße, um endlich international wirksamen Klimaschutz einzufordern.

„5 Jahre später stehen wir immer noch auf der Straße, an der Seite von Fridays for Future und einer globalen Klimagerechtigkeitsbewegung, die sich betrogen fühlt. Betrogen von einer Politik, die einen Vertrag geschlossen und uns versprochen hat, mit größter Anstrengung für eine lebenswerte Zukunft zu arbeiten – und jetzt seit 5 Jahren scheinbar das Gegenteil tut“, so Julia Dade, Vorstandsmitglied der Jugendorganisation des BUND Naturschutz e.V.. „Das Pariser Abkommen war ein notwendiger Schritt, um den Planeten für Menschen, die heute, morgen und übermorgen auf ihm leben müssen, zu erhalten. Wir fordern, heute wie damals und so lange, bis wir gehört werden, wirksame Klimaschutzmaßnahmen ein.“

„Weder die Bundesregierung, noch die bayerische Staatsregierung wollen sich der bedeutsamsten Zukunftsfrage unserer Zeit ernsthaft stellen: wie erfüllen wir das verpflichtende Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, die Erwärmung unserer Erde auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zu 1990 zu beschränken? Echte Maßnahmen, wie ein Straßenbaumoratorium oder die Streichung aller klimaschädlichen Subventionen, werden weiterhin nicht umgesetzt. Ein zentraler Baustein des Pariser Abkommens ist auch die Klimatauglichkeit der Finanzinvestitionen. Gerade die Investitionen in die Abfederung der Corona-Pandemie bietet die Chance, in Klimaschutz zu investieren.“, so Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V. „Die Politikerinnen und Politiker verspielen wissentlich die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Die Minderungsziele für den CO2-Ausstoß müssen sowohl in Bayern, als auch Deutschland- und EU-weit deutlich erhöht und mit mutigen Maßnahmen erreicht werden.“

Für Rückfragen:

Julia Dade, Vorstandsmitglied, Jugendorganisation des BUND Naturschutz in Bayern e.V. 
0176 47649118, dade@jbn.de 

Martin Geilhufe, Landesbeauftragter BUND Naturschutz in Bayern e.V. 
0172 7964607, martin.geilhufe@bund-naturschutz.de