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Gentechnik muss auch in Zukunft strikt reguliert werden

Breites Bündnis von Verbänden stellt Positionspapier vor

21.04.2021

Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Sicherheit von Mensch und Umwelt und die Wahlfreiheit, die von über 80 Prozent der Verbraucher*innen in Deutschland gefordert wird.

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) ist Mitunterzeichner des heute veröffentlichten Positionspapiers „Gentechnik auch in Zukunft strikt regulieren“. Die Verbände und Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier-, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Entwicklungspolitik fordern die Bundesregierung auf, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen.

„Die Bayerische Staatsregierung ist aufgefordert, ihren Einfluss in der Bundesregierung geltend zu machen, dass sich Deutschland jeglichen Bestrebungen zum Abbau des Gentechnikrechts und seiner Vorgaben zur Zulassung und Kennzeichnung von GVO widersetzt. Dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur neuen Gentechnik ist Folge zu leisten, sonst ist die Wahlfreiheit für den Anbau und Kauf gentechnikfreier Lebensmittel beendet. Der überfällige Umbau zu einer nachhaltigen, bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft würde damit massiv beeinträchtigt“, so Richard Mergner, BN Landesvorsitzender.

„Hinzu kommt: Neue Anwendungen wie Gene-Drive-Organismen betreffen auch wildlebende Arten und tragen deshalb ein besonders hohes Risiko für negative Folgen für Ökosysteme“, ergänzt Martha Mertens, Sprecherin des BN-und BUND Arbeitskreises Gentechnik.

Der BUND Naturschutz fordert deshalb gemeinsam mit über 80 Verbänden, dass auch die neue Gentechnik gemäß dem Vorsorgeprinzip den EU-Gentechnik-Zulassungsverfahren unterworfen bleibt. Nur so kann die Wahl- und Gentechnikfreiheit durch Kennzeichnung und Transparenz, Risikoprüfung und Rückverfolgbarkeit auf Dauer gesichert bleiben.

Das gemeinsame Positionspapier finden Sie zum Download unter
https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Gentechnik/Gentech-Nachrichten/Positionspapier_Gentechnik_210421.pdf

Für Rückfragen:
Marion Ruppaner, 0911 81 87 8-20, E-Mail: marion.ruppaner@bund-naturschutz.de
Dr. Martha Mertens, 089 580 76 93