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Windenergie-Regionalplan fortschreiben

Die drei zur Planungsregion Allgäu zugehörigen BN-Kreisgruppen Lindau, Kempten-Oberallgäu und Kaufbeuren-Ostallgäu fordern den Regionalen Planungsverband in einer Resolution auf, den Windenergie-Regionalplan unverzüglich fortzuschreiben. Ziel müssen Windenergie-Vorranggebiete auf zwei Prozent der Fläche sein.

10.05.2022

Der BUND Naturschutz sieht neben der Energieeinsparung und dem Ausbau der Photovoltaik in der Windenergie einen entscheidenden Faktor zur Energiewende. Nur eine fachlich fundierte Regionalplanung kann die Windenergieplanung so steuern, dass den Ansprüchen der Energiewende, des Klimaschutzes, des Natur- und Artenschutzes, des Immissionsschutzes und des Landschaftsschutzes Rechnung getragen wird. Der BUND Naturschutz fordert daher, die in der Abwägung am besten geeigneten zwei Prozent der Regionsfläche als Vorrangfläche „Windenergie“ auszuweisen.

Eine Fortschreibung des Regionalplans Allgäu ist auch deshalb nötig, weil die CSU-Landtagsfraktion angekündigt hat, künftig in Windenergie-Vorranggebieten der Regionalplanung Ausnahmen von der 10-H-Regelung zuzulassen. Die 10-H-Regelung ist der zentrale Grund dafür, dass der Windenergieausbau in Bayern in den vergangenen Jahren fast vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Josef Kreuzer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren ist der Auffassung: „Wenn Bayern seine Klimaziele nicht krachend verfehlen will und wir nicht weiterhin von fossilen Brennstoffen aus Schurkenstaaten abhängig sein möchten, dürfen wir gerade auch beim Ausbau der Windkraft keine Zeit mehr verlieren."

Maximilian Schuff, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Lindau appelliert an den Vorsitzenden des Regionalen Planungsverbandes, den Kaufbeurer Oberbürgermeister, Stefan Bosse: „Das großräumige Ausschlussgebiet für Windenergie südlich der B12 ist aus der Zeit gefallen. Es macht unter anderem im ganzen Landkreis Lindau die Windenergie unmöglich. Wir sind überzeugt, dass es auch südlich der B12 ökologisch verträgliche Windenergie-Standort gibt.“

Ralf Wiedmann, Co-Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu ergänzt: „Der Ausbau der Windenergie sollte dabei vor allem im Rahmen von Bürgerenergieanlagen erfolgen. Damit kann die Akzeptanz gesteigert werden und die Wertschöpfung bleibt vor Ort.“

Hintergrundinfos zur 10-H-Regelung finden sie unter: https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/windkraftausbau-10h-kompromiss-der-csu-ist-erster-wichtiger-aber-leider-unzureichender-schritt