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Laubfrosch (Hyla arborea): Steckbrief
Unter den heimischen Amphibien ist der Laubfrosch die einzige Art, die sehr gut klettern kann. Mithilfe von Haftscheiben an Finger- und Zehenspitzen klettern die kleinen Frösche gerne in Büsche und Bäume und sind im Laub hervorragend getarnt – daher der Name.
- document.getElementById('c256532').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">1 Fakten zum Laubfrosch
- document.getElementById('c256533').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">2 Merkmale des Laubfroschs
- document.getElementById('c256536').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">3 Systematik
Fakten zum Laubfrosch
- Männchen stimmen in warmen Mai- und Juninächten ein lautstarkes Balzkonzert an: Die “äp-äp-äp-Rufe” sind trotz der geringen Größe von nur drei bis 4,5 Zentimeter weithin hörbar. Waren sie früher in jedem Dorfteich zu finden, zählt der Laubfrosch derzeit zu den Amphibienarten mit bayernweit besonders massiven Bestandseinbrüchen.
- gefährdet besonders durch die Drainage weiter Bereiche der Talauen, den Verlust der natürlichen Dynamik an unseren Flüssen, die Absenkung des Grundwasserstands und auch die meist nicht angepasste Fischhaltung an vielen Teichen
- Laubfroschweibchen legt während des Spätfrühlings und Frühsommers in mehreren Eipaketen von 30-80 Eiern in reich verkrauteten, sonnigen Gewässern ab – in einem Sommer so bis zu 1.000 Eier.
- nutzt tagsüber die für ihr Laichgewässer typischen vielfältig strukturierten Uferbereiche: Diese weisen Röhrichtzonen, Hochstaudenfluren und Weidenbüsche als Jagdreviere und Sonnenplätze auf. Lichte Auwälder, feuchte Wiesen und Weiden, Hecken und Waldsäume sowie Abgrabungen wie Kies-, Sand- und Tongruben sind die Sommerlebensräume des kleinen Froschs.
- kann mit seinen Saugnäpfen an Fingern und Zehen geschickt an höheren Pflanzen und Bäumen emporklettern – als einzige heimische Amphibienart. Diese Bereiche nutzt er auch während der Balzzeit zum Ausruhen und Sonnen sowie zum Fangen vorüberfliegender Insekten. Ideal sind dicke Brombeerhecken, in denen die Fröschchen besonders gut vor Feinden geschützt sind!
- kann die Färbung des Rückens durch Pigmentverlagerungen hervorragend an den Untergrund anpassen, sodass die Tiere dann kaum auffindbar in Zweigen und Laub sitzen.
Der Laubfrosch gilt nach Roter Liste Bayern (Stand 2019) als stark gefährdet (Status 2). Er genießt auch europaweit einen besonderen Schutzstatus (FFH-Art).

Wie klingt ein Laubfrosch?
Stimme des Laubfroschs anhören (mp3, Aufnahme: ©OliverSWIFT, über Oberservation.org)Merkmale des Laubfroschs
Größe: 4 bis 5 cm, selten 6 cm
Sehr variable Grüntöne, meist blattgrün
Unterseite weiß bis gelblich
Waagerechte Pupille
Haftscheiben an Zehen und Fingern
Wissenschaftlicher Name: Hyla arborea
Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Familie: Laubfrösche i.w.S. (Hylidae)
Unterfamilie: Hylinae
Gattung: Laubfrösche (Hyla)
Art: Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea)






