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Falkenlibelle (Cordulia aenea): Steckbrief

Die Falkenlibelle, früher als Gemeine Smaragdlibelle bezeichnet, ist leicht mit der Glänzenden Smaragdlibelle (Somatochlora metallica) zu verwechseln und an fast allen stehenden Gewässertypen anzutreffen. Sie ähnelt zwar der Gattung Smaragdlibellen (Somatochlora), gehört aber selbst zur Familie der Falkenlibellen (Corduliidae).

Die Falkenlibelle (Cordulia aenea) ist wenig wählerisch was ihre Entwicklungsgewässer angeht, sie besiedelt sogar saure Gewässer. Am häufigsten ist sie an extensiv genutzten Teichen und Weihern, Altwassern und Moorgewässerm zu finden. Dennoch ist die Art in Bayern nur mäßig häufig und kann regional selten auftreten oder sogar ganz fehlen. Frisch geschlüpfte Tiere halten sich bevorzugt in einiger Entfernung vom Gewässer innerhalb geschlossener Baumbestände auf, kehren nach rund zwei Wochen aber an das Gewässer zurück. Auf der Suche nach Weibchen patrouillieren die Männchen im Suchflug an den Uferlinien, dabei sind sie gut zu beobachten. Als gute Flieger können jagende Tiere aber auch fern ab von Gewässern auf Waldwegen, -schneisen oder Lichtungen angetroffen werden.

Biologie der Gemeinen Smaragdlibelle (Cordulia aenea)

  • Schlupfzeit: Ende April bis Juni
  • Flugzeit: Mai bis Anfang August 

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Eine besondere Gefährdung der Falkenlibelle wird derzeit nicht angenommen, zur Unterstützung ist der Erhalt von bewachsenen Uferzonen wichtig. Da die Falkenlibelle leicht mit der Glänzenden Smaragdlibelle (Somatochlora metallica) verwechselt werden kann, vermuten Fachleute jedoch auch, dass die Beobachtungszahlen nicht der tatsächlichen Häufigkeit entsprechen.

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Libellen (Odonata)
  • Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)
  • Familie: Falkenlibellen (Corduliidae)
  • Gattung: Falkenlibellen (Cordulia)
  • Art: Falkenlibelle (Cordulia aenea)

Verbreitung in Bayern