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Früher Schilfjäger (Brachytron pratense): Steckbrief

Der Name des Frühen Schilfjägers bezieht sich auf die recht frühe Flugzeit dieser oft im Bereich von Röhrichtzonen fliegenden Art.

Der Frühe Schilfjäger (Brachytron pratense) ist in Bayern seltener anzutreffen. Durch seine relativ kurze und frühe Flugzeit bereits im Mai ist aber anzunehmen, dass er häufiger vorkommt als er dokumentiert wird. Einigen mag die Art noch unter dem früheren Namen Kleine Mosaikjungfer bekannt sein. Der Frühe Schilfjäger besiedelt vorwiegend Weiher, Seen und Altwasser, kommt aber auch an langsam fließenden Gewässern mit Röhrichtzonen vor. Die Männchen fliegen überwiegend in und entlang der Ufervegetation (Schilf, Rohrkolben) und werden daher leicht übersehen. Beobachter sollten auf das charakteristische Knistern der Flügel, die an Schilfhalme stoßen, achten, so sind die Tiere oft eher zu hören bevor man sie sieht.
In Nordbayern ist der Frühe Schilfjäger im mittleren Maintal am häufigsten anzutreffen, in Südbayern entlang der Donau. Die Mittelgebirge meidet der Frühe Schilfjäger gänzlich.

Biologie des Frühen Schilfjägers (Brachytron pratense)

  • Schlupfzeit: Ende April bis MitteMai
  • Flugzeit: Mitte Mai bis Mitte Juni

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Der Frühe Schilfjäger gilt nach Bayerischer Roter Liste als "stark gefährdet" (2), zu seinem Schutz ist der Erhalt bzw. die Renaturierung von Ufervegetation, insbesondere der Röhrichtzonen, wichtig. Naturnahe Flussauen und Altwasser gehören zu den Lebensräumen in Bayern, die am meisten zurückgegangen sind.

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Libellen (Odonata)
  • Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)
  • Familie: Edellibellen (Aeshnidae)
  • Gattung: Schilfjäger (Brachytron)
  • Art: Früher Schilfjäger (Brachytron pratense)