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Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca): Steckbrief

Libellen im Schnee? Die Winterlibellen machen es vor, sie verbringen die kalte Jahreszeit als Flugform in Kältestarre an licht- und windgeschützten Orten.

Die Gemeine Winterlibelle ist neben der Sibirischen Winterlibelle (Sympecma paedisca) die einzige Libellenart in Europa, die nicht als Ei oder Larve überwintert. Die erwachsenen Tiere erscheinen im Frühjahr (meist März/April) am Gewässer. Nach erfolgreicher Paarung legen sie ihre Eier ab und nach etwa drei Monaten schlüpft die neue Generation, die dann noch bis Oktober oder November fliegt, bis sie in Winterstarre fällt. Im Frühjahr fliegt also zunächst die Generation aus dem Vorjahr, etwa ab Juli kann die neue Generation beobachtet werden.
Die Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca) ist mit einer Spannweite von vier bis fünf Zentimetern eine mittelgroße Kleinlibelle. Ihr Hinterleib ist hellbraun gefärbt und verfügt über eine metallisch-kupferne Zeichnung. Männchen und Weibchen dieser Art ähneln sich stark. Wenn sich die Männchen im April auf die Paarung vorbereiten, nehmen die Augen eine strahlend blaue Färbung an, zwischen den Flügeln entsteht ein blauer Farbfleck. Diesen zeigen die Männchen dem Weibchen bei der Paarung. Ansonsten sind die Geschlechter anhand ihrer Hinterleibsanhänge zu unterscheiden. In Ruhelage legen die Winterlibellen die Flügel zusammen.
Die Gemeine Winterlibelle hat eine Schwesterart, die Sibirische Winterlibelle (Sympecma paedisca), die ihr sehr ähnlich sieht. 

Lebensraum der Gemeinen Winterlibelle (Sympecma fusca)

Die Gemeine Winterlibelle bevorzugt flache Gewässer, in Bayern fast ausnahmslos Stillgewässer, denn diese erwärmen sich schnell und ermöglichen so eine extrem schnelle Entwicklung der Larven. Die Art überwintert als ausgewachsene Libelle. Dafür benötigt sie windgeschützte Plätze an Waldrändern. Lichtungen oder Brachflächen. 

Biologie der Gemeinen Winterlibelle

  • Schlupfzeit: Ende Juli bis Anfang August
  • Flugzeit: Generation aus dem Vorjahr bis Juli, diesjährige Generation ab Mitte August 

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Die Gemeine Winterlibelle gilt in Bayern nicht als gefährdet. Wichtig sind Brachflächen als Überwinterungsgebiet. Bestandseinbußen sind durch stark wechselndes, nasskaltes Winterwetter möglich.

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Libellen (Odonata)
  • Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
  • Familie: Teichjungfern (Lestidae)
  • Gattung: Winterlibellen (Sympecma)
  • Art: Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca)