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Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum): Steckbrief

Die seltene Vogel-Azurjungfer ist leicht mit der Fledermaus-Azurjungfer zu verwechseln, wirkt aber gedrungener als die übrigen Azurjungfern. Sie ist in Bayern vom Aussterben bedroht.

Die Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum) kommt in Bayern meist an Gräben und Wiesenbächen vor. Die wärmeliebende Art benötigt sonnige Gewässerabschnitte, die Ufervegetation darf folglich nicht zu hoch werden und zu viel Schatten spenden. Wärmebegünstigte Regionen sowie geringe Tiefe bzw. ein Grundwasserzufluss, der dazu beiträgt, die Gewässertemperatur auch im Winter vergleichsweise hoch zu halten, tragen ebenfalls zur Besiedelung bei. Ein Zufrieren der Vegetation überleben die Larven meist nicht. Bayerische Vorkommen sind vor allem in Donaumoos und Donauried, der Münchener Schotterebene und dem Isarmündungsgebiet zu finden, sofern ausreichend viele Gräben in der Region vorhanden sind. 

Biologie der Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum)

  • Schlupfzeit: Mitte Mai bis Juni
  • Flugzeit: Ende Mai bis Anfang August

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Die Vogel-Azurjungfer wird in der Roten Liste Bayern als "vom Aussterben bedroht" (1) geführt. Die Art besiedelte ursprünglich vermutlich Quellbäche im Niedermoorbereich und Abflüsse von Biberteichen. Sie hat sich erst im Zuge der Moorkultivierung Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts auf Gräben spezialisiert. Diese müssen regelmäßig geräumt werden, da zu dichte Vegetation die Entwicklung der Art beeinträchtigt. Negativ wirkt die Eutrophierung durch Gülle und Dünger aus der Umgebung, zu häufige maschinelle Räumung oder die intensive Nutzung bis an den Gewässerrand.

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Libellen (Odonata)
  • Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
  • Familie: Schlanklibellen (Coenagrionidae)
  • Gattung: Azurjungfern (Coenagrion)
  • Art: Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum)