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Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii): Steckbrief

Die Zweigestreifte Quelljungfer zählt mit bis zu acht Zentimetern Körper- und neun bis elf Zentimetern Flügellänge zu den größten heimischen Libellenarten. Der schwarze Hinterleib trägt gelbe Ringe.

Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) zählt zu den größten heimischen Libellen. Die Art ist zu ihrer Entwicklung an saubere Fließgewässer gebunden, am häufigsten ist sie an Quellbächen, Bächen und kleineren Flüssen zu finden. Ausgewachsene Tiere nutzen Lichtungen, Waldränder und Wiesen als Reife- und Jagdgebiete. Auf der Suche nach Weibchen patrouillieren die Männchen entlang der Bachabschnitte. Zur Eiablage an nur flach überströmten Stellen bohrt das Weibchen mit senkrecht stehendem Hinterleib im Rüttelflug die Eier in das Sediment. 

Biologie der Zweigestreiften Quelljungfer (Cordulegaster boltonii)

  • Schlupfzeit: Mitte Mai bis Juni
  • Flugzeit: Ende Mai bis Anfang September

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Laut Roter Liste Bayern gilt die Zweigestreifte Quelljungfer als "gefährdet" (3), die Art kann von den typischen Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen für kleine Fließgewässer und der verbesserten Gewässergüte profitieren. 

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Libellen (Odonata)
  • Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)
  • Familie: Quelljungfern (Cordulegastridae)
  • Gattung: Cordulegaster
  • Art: Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii)

Verbreitung in Bayern