Zukunft planen statt zubauen - Bündnis fordert starkes Landesentwicklungsprogramm
Der BUND Naturschutz in Bayern ist Teil der Initiative „Wege zum besseren LEP“, die eine grundlegenden Stärkung der Landesplanung fordert. „Das Landesentwicklungsprogramm ist eines der wichtigsten Steuerungsinstrumente für die Zukunft Bayerns. Wenn Klimaanpassung, Energiewende, bezahlbarer Wohnraum und der Schutz unserer Landschaften gelingen sollen, braucht es ein starkes, verbindliches und am Gemeinwohl orientiertes LEP“, erklärt der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe.
Hintergrund der Initiative sind die großen Herausforderungen, vor denen Bayern steht: zunehmender Flächenverbrauch, Klimakrise, Verlust von Freiräumen, Druck auf Ortskerne sowie Defizite bei einer nachhaltigen Mobilität. Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl unterstreicht Geilhufe: „Ein schwaches LEP verschärft Nutzungskonflikte vor Ort – ein gutes LEP hilft Kommunen, Natur zu schützen und gleichzeitig zukunftsfähige Entwicklung zu ermöglichen – auch und gerade im Hinblick auf ein gesundes Wirtschaftswachstum.“
In einem Memorandum (siehe Download unten) zeigt die Initiative konkrete Wege zu einem besseren LEP auf. Gefordert werden unter anderem
• ein offener und transparenter Planungsprozess
• die konsequente Ausrichtung an Klima-, Natur- und Ressourcenschutz
• eine stärkere Rolle der Landschaft mit ihren Qualitäten und Potenzialen.
Begleitend startet die Initiative die Kampagne „Wir kennen Bayern, wir können Zukunft“. In neun kurzen Videoclips werden zentrale Themen wie Flächenverbrauch, lebendige Ortskerne, Mehrgenerationen-Wohnen, Hochwasserschutz, intakte Ökosysteme und Mobilität aufgegriffen. Die Clips zeigen, wie sich Bayern bis 2040 positiv entwickeln kann – wenn jetzt die richtigen Weichen für ein besseres LEP gestellt werden.
Getragen wird die Initiative von einer breiten Allianz aus Wissenschaft, Planung, Umwelt- und Heimatpflege sowie Zivilgesellschaft. Zu den Partnern zählen neben dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. unter anderem die Bayerische Architektenkammer, das Forum Bayern der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, die Bayerische Akademie Ländlicher Raum, die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, der BDA Bayern, der bdla Bayern sowie die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung.
Weitere Informationen sowie die Videoclips der Kampagne finden sich unter:

