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AmphiLink: Grenzüberschreitender Amphibienschutz Bayern/Österreich

Amphibien kennen keine politischen Grenzen: Mit dem Projekt “Amphibienschutz LINKED” – kurz AmphiLink – bringen der BUND Naturschutz in Bayern und der Österreichische Naturschutzbund von 2025 bis 2028 gemeinsam den Amphibienschutz im voralpinen und alpinen Raum voran. Das Interreg Projekt wird von der EU gefördert.
Konkrete Ziele von AmphiLink:
- Amphibienschutz an Straßen verbessern – dabei stehen insbesondere feste Leiteinrichtungen und Amphibientunnel im Fokus. Expert*innen und Akteur*innen aus Österreich und Bayern ziehen gemeinsam Bilanz, analysieren bestehende Leiteinrichtungen und erarbeiten auf Basis der langjährigen Praxiserfahrungen einen Leitfaden “Amphibienschutz an Straßen”. Insbesondere sollen Lösungen für die bestehenden Defizite an Leitsystemen erarbeitet werden.
- Eine Wanderwegs-App entwickeln, für die Gruppen der ehrenamtlichen Helfer*innen, die Amphibienzäune betreuen. Mit ihr sollen die bei der Zaunkontrolle gefundenen Tiere sofort online erfasst werden können. Dank der digitalen Eingabe können die Naturschutzverbände die Auswirkungen des Witterungsgeschehens auf die Wanderungen analysieren, die Vernetzung zwischen den Ehrenamtlichen stärken und die Datengrundlage für den Amphibienschutz in Bayern von der Landesebene bis zur lokalen Ebene verbessern.
- Fallenwirkung von Weiderosten und ähnlichen Strukturen wie Gullys oder Lüftungsschächte für Amphibien minimieren. Sie können zu einer hohen Zahl toter Amphibien führen, darunter auch streng geschützte Arten. Weideroste werden mit Ausstiegshilfen nachgerüstet, bestehende Ansätze der Behörden und Akteur*innen aus Forst- und Landwirtschaft werden unterstützt. Best-Practice-Beispiele und Praxistipps werden im Projekt “Amphibienschutz LINKED” gesammelt und mit einem Maßnahmenblatt verbreitet.
- Verstärkung der amphibienfreundlichen Bewirtschaftung von Speicherteichen: Der Ansatz orientiert sich an einem bestehenden Leitfaden des Landes Tirol für die Skigebiete Tirols, der einem Praxischeck unterzogen und optimiert wird. Das Management der Teiche – das betriebsbedingte schnelle Ablassen der Teiche – führt mitunter zu einem Massensterben von Amphibien. Im Projekt wird der Austausch mit Betreiber*innen von Skigebieten mit Speicherteichen gesucht, die Maßnahmen werden diskutiert. Ein im Projekt erstelltes Maßnahmenblatt wird den Skigebietsbetreiber*innen helfen, die Bewirtschaftung der Teiche amphibienfreundlicher zu gestalten.
- Exkursionen in Bayern und Österreich, grenzüberschreitende Amphibien-Tagungen sowie weitere gemeinsame Informationsevents sollen Artenkenntnis, Wissen und Bewusstsein für Amphibien in der Bevölkerung steigern.
- Die Citizen-Science-Plattformen observation.org und naturbeobachtung.at werden beworben, um die Datenlage zum Vorkommen von Amphibien und deren Wanderungen durch gezielte Melde-Aufrufe und Gewinnung von Citizen Scientists verbessert. Der grenzüberschreitende Austausch von Daten und Informationen trägt zur Verbesserung der Datenlage und damit auch des Amphibienschutzes in der gesamten Region bei.
- Die Renaturierung von Amphibienlaichgewässern zu optimieren ist der letzte Schwerpunkt des Projekts Amphilink. Dafür wird ein Leitfaden zur Optimierung von Renaturierungsmaßnahmen ausgearbeitet, der auf den bestehenden Praktiken in Bayern, Tirol, Salzburg und Oberösterreich aufbaut und die Veränderungen der Habitate durch den Klimawandel berücksichtigt. Anhand von Pilotgewässern werden die Renaturierungsmaßnahmen erprobt, die Erfahrungen fließen in den Leitfaden ein.

Projektsteckbrief Amphibienschutz LINKED / AmphiLink
Ziele: Vernetzung von Amphibienschutzstrategien und -maßnahmen im alpinen und voralpinen Raum
Projektgebiete:
Oberösterreich, Tirol, Salzburg und Bayern
Projektpartner:
Bund Naturschutz Bayern, Naturschutzbund Oberösterreich, Naturschutzbund Salzburg und Naturschutzbund Österreich
Projektzeitraum:
01.10.2025 bis 10.09.2028
Aktuelles von AmphiLink
Aktionen im Allgäu
Runder Tisch Speicherteich Allgäu, erste Exkursion im Allgäu, Beobachtungen Kletterverhalten Hüpferlinge, Umrüstversuch Weiderost ohne Öffnen
Exkursionen im Allgäu
Besichtigungen von Speicherteichen und Weiderosten
Krallmatten im Praxistest
Erste Beobachtungen Kletterverhalten von Amphibien an Krallmatten
Treffen in Salzburg, Exkursion in Oberbayern
Projekttreffen von AmphiLink in Salzburg, Besichtigung Weideroste in Oberbayern







