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Teichfrosch (Pelophylax esculentus): Steckbrief

Der Teichfrosch gehört wie der Kleine Wasserfrosch und der Seefrosch zu den Grünfröschen oder auch Wasserfröschen. Wie der Name schon verrät, haben Grünfrösche eine grünliche Grundfarbe und sind meist am Wasser zu finden.

Der Teichfrosch ist mit seiner grün-schwarzen Färbung im Uferbereich perfekt getarnt.
Der Teichfrosch, „klassischer Rufer“ in Früh-Sommernächten. (Foto: Leo Bogert / Wikimedia Commons)

Der Teichfrosch ist eine komplizierte Kreuzung aus dem Kleinen Wasserfrosch und dem Seefrosch. Aus diesem Grund zeigt er Merkmale beider Arten, beziehungsweise eine Mischung aus ihnen. Die genannten Arten gehören zu den Grünfröschen, auch Wasserfrösche genannt, und sind „Echte Frösche“ (Ranidae).

Die Oberseite des Teichfroschs ist hell- oder grasgrün, selten bläulich bis bräunlich mit kleinen schwarzen, rundlichen Flecken. Auf dem Rücken tragen die Tiere oft einen breiten hellgrünen Streifen. Die Frösche sitzen gerne am Ufer oder auf Wasserpflanzenteppichen und sonnen sich. Während der Paarungszeit veranstalten die Männchen vom Ufer aus oder in Rufgemeinschaften mitten im Gewässer laute Froschkonzerte. Mit Hilfe ihrer zwei ausstülpbaren Schallblasen hinter den Mundwinkeln versuchen sie Weibchen durch lautes Quaken zu beeindrucken.

Die Tiere verbringen als eine der wenigen Amphibienarten fast das ganze Jahr am Gewässer – ein Großteil überdauert sogar den Winter eingegraben im Gewässerboden. Wenn ihnen das Gewässer nicht mehr gefällt oder wenn Jungfrösche neue Gewässer suchen, können sie aber auch kilometerweit wandern. Als Laichgewässer nutzen sie Stillgewässer verschiedener Größe. Auch künstliche Gewässer wie Garten-, Schul- oder Stadtparkteiche werden zum Ablaichen aufgesucht. Selbst in Schwimmbassins, Betonbecken oder Brackwasser finden sich die Tiere gelegentlich ein. Die Weibchen setzen pro Saison bis zu 8.000 Eier ab, die im Laufe des Spätfrühjahrs in kleinen Ballen mit wenigen hundert Eiern an Wasserpflanzen geheftet werden.

Der lateinische Name des Teichfroschs „esculentus“ besagt so viel wie „essbar“ und deutet darauf hin, dass in früheren Jahrhunderten die Schenkel der Tiere eine beliebte Speise waren.

Während sich der verwandte Seefrosch in Bayern ausbreitet, gehen die individuenreichen Teichfroschbestände zurück. Ursache ist der Mangel an strukturreichen Teichen und eine nicht angepasste Fischwirtschaft.

Der Teichfrosch ist in Bayern nicht gefährdet.

Merkmale des Teichfroschs (Pelophylax esculentus)

Teichfrösche bei der Paarung.
Wie die meisten Froschlurche hält auch das Männchen des Teichfroschs das Weibchen bei der Paarung fest umklammert. (Foto: Wolfgang Willner)
  • Größe: 9 bis 11 cm
  • Grasgrün, manchmal auch bläulich oder bräunlich, mit scharf abgegrenzten Flecken
  • Oft hellerer Aalstrich und dunkle Streifen auf den Hinterbeinen
  • Gelb-orange Flecken an der Hinterseite der Schenkel
  • Waagerechte Pupille
  • Wissenschaftlicher Name: Pelophylax esculentus

Systematik

Klasse:  Lurche (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Überfamilie: Ranoidea
Familie: Echte Frösche (Ranidae)
Gattung: Echte Frösche (Pelophylax)
Art: Teichfrosch (Pelophylax esculentus)