Renaturierungsprojekt am Lech in Augsburg muss schnellstmöglich kommen
Seit über 20 Jahren setzt sich der BUND Naturschutz gemeinsam mit den Partnerverbänden der Lechallianz für eine Renaturierung des Lechs im Augsburger Stadtwald ein. „Nach intensiven politischen Auseinandersetzungen in den Jahren 2009 bis 2013 und einer über 10-jährigen Planungsphase muss das Jahrhundertprojekt Licca liber nun schnellstmöglich genehmigt und umgesetzt werden“, so der BN-Landesvorsitzende Martin Geilhufe. „Licca liber ist ein entscheidender Mosaikstein zum Erhalt der bayernweiten Biotopbrücke Lech“.
„Für den Erhalt vieler Arten ist es bereits 5 nach 12“, ergänzt der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Augsburg Peter Roth. „Viele Arten, wie die Lachseeschwalbe sind bereits ausgestorben oder stehen kurz davor. Daher ist es wichtig, dass der Lech zumindest einen kleinen Teil seiner ursprünglichen Dynamik wieder zurückbekommt. Das von Uniper geplante Wasserkraftwerk mitten im Renaturierungsgebiet lehnen wir strikt ab!“
„Es darf aber nicht bei der Lechrenaturierung in Augsburg bleiben“, so Geilhufe weiter. „Um Hochwasserschutz, Trinkwasserschutz, Wasserrückhalt für Trockenzeiten und mehr Biodiversität dauerhaft zu erreichen, braucht es Renaturierungsmaßnahmen am ganzen bayerischen Lech, von der Landesgrenze bei Füssen bis zur Mündung in die Donau.“
Dazu hat der BN ein Zukunftsprogramm bayerischer Lech ausgearbeitet: www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Natur_und_Landschaft/Gewässer_in_Bayern/Fluesse-und-Auen/2024_BN_Informiert_Zukunftsprogramm_bayerischer_Lech.pdf





