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Bienen retten: Was wir für den Bienenschutz tun können

Wenn wir Wild- und Honigbienen besser schützen wollen, heißt das vor allem: bienen- und insektenschädliche Ackergifte verbieten, die Vielfalt an Blühpflanzen in Feld und Flur fördern und Lebensräume der Wildbienen schützen.

Wild- und auch Honigbienen leiden an den Unmengen von Ackergiften, die heute in der intensiven Landwirtschaft auf den Äckern ausgebracht werden. Außerdem haben sie mit Nahrungsmangel – und die Wildbienen – auch mit "Wohnungsnot" zu kämpfen. Denn ausgeräumte Agrarsteppen und Monokulturen bieten weder den Blütenreichtum früherer Wiesen, Weiden und Äcker, noch die nötigen Strukturen, um Nist-, Wohn- und Überwinterungsplätze zu finden.

Auf Pestizide verzichten – Bienen retten

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die chemische Landwirtschaft die Artenvielfalt ruiniert. Oft hört man: „Alternative Methoden gefährden die Ernährungssicherheit“. Das ist falsch: Permakultur, Ökolandbau, robuste Saaten und ein gesunder Boden bringen genügend Ertrag für uns.

Wir setzen aber eine Unmenge der Pestizide für gigantische Exportmengen ein – und hier müssen wir uns entscheiden: Wollen wir deutsche Erzeugnisse in China und Afrika zu Dumpingpreisen verkaufen? Sind wir bereit, dafür Unmengen an Ackergiften einzusetzen, Tier- und Pflanzenarten sterben zu lassen, den Boden zu zerstören und unser Trinkwasser zu schädigen?

Wir meinen: Nein! Es ist Zeit für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine bessere Agrarpolitik. Es geht auch anders, mit weniger Pestiziden und besseren Methoden für Mensch und Natur. Deshalb weg von Ackergiften, hin zu mehr extensiver und ökologischer Landwirtschaft!


Lebensräume der Bienen schützen

Neben klimatischen Gegebenheiten stellen Wildbienen an ihr Habitat zwei Hauptbedingungen: Es muss geeignete Nistplätze und ein ausreichendes Angebot an Futterpflanzen enthalten. Deshalb müssen wir …

  • Landschaftsräume mit Blühpflanzen schützen, erschaffen und pflegen: Hierbei sind nährstoffarme Trockenlebensräume besonders wichtig. Diese Lebensräume müssen oft durch gezielte Pflegemaßnahmen freigehalten werden.
  • Kleine und vielfältige Strukturen in der Landschaft erhalten: So wachsen in Feldrainen, Totholzstrukturen, Natursteinmauern oder Gewässerrandstreifen viele bei Wildbienen beliebte Wildpflanzenarten. Hier können die Wildbienen zudem auch nisten. Deswegen setzt sich der BUND Naturschutz für eine Landwirtschaft ein, die genau diese Strukturen gezielt erhält und fördert.
  • Totholz stehen/liegen lassen und Wiesen spät mähen: Bei der Pflege von Streuobstwiesen müssen wir Totholz an sonnigen Stellen belassen und Wiesen spät im Juni mit der Sense oder dem Balkenmäher mähen.
  • Blühpflanzen an Straßen- und Wegrändern aussäen.
  • Die verschiedenen Lebensräume der Wildbienen vernetzen: Viele Wildbienen brauchen nicht nur einen Lebensraum, sondern unterschiedliche für Futtersuche, Nistplätze und für ihre Baumaterialien. Nur vereinzelte Schutzgebiete helfen dabei zumeist nicht.

Garten und Balkon natürlich gestalten – Bienen schützen

Neben der Pflege und Erhaltung wichtiger Lebensräume lassen sich besonders in Hausgärten und auf Balkonen Nisthilfen anbringen und das Nahrungsangebot für Wild- und Honigbienen verbessern.

  • Auf Pflanzen fremdländischer Herkunft verzichten. Es gilt, einheimische Wildpflanzen zu dulden bzw. bewusst anzupflanzen (die selbstverständlich nicht aus der Natur entnommen, sondern über den Fachhandel bezogen werden sollen).
  • Kleine Trockensteinmauern als Nistplatz anlegen.
  • Für Pollenquellen sorgen: Im Gewürzbeet Rosmarin oder Herzgespann als Pollenquelle pflanzen.
  • Für Nistmaterial sorgen: In einer Ecke des Gartens Königskerze oder Wollziest als Lieferanten von Pflanzenwolle für Nistmaterial blühen lassen.