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Verkehr in der bayerischen Kommunalwahl 2020

Wie wir uns fortbewegen und wohin wird auch in den Kommunen mitentschieden. Gibt es gut belebte Stadtzentren mit kurzen Wegen für regionale Einkäufe oder nur mit dem Auto zu erreichende Supermärkte auf der grünen Wiese? Gibt es ausschließlich Straßenneubau ohne Konzepte für die Weiterentwicklung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr? 

Das Ziel von Kommunalvertreter*innen sollte sein, die kommunale Straßenverkehrsplanung nach dem Vorsatz aufzubauen: Verkehr vermeiden, verlangsamen, verbessern und verlagern auf Rad, Schiene und öffentlichen Personennahverkehr. 

Ein gutes Verkehrskonzept kann die Lebensqualität in Stadt und Land verbessern. Es

  • schont Luft, Biodiversität, Flächen und das Klima.
  • verringert den Feinstaub durch den Abrieb von Bremsen und Reifen.
  • reduziert die Lärmbelastung.

Mehr Bäume und Grünflächen im öffentlichen Raum

  • entschleunigen den Verkehr vor Ort
  • kühlen an heißen Sommertagen
  • sorgen für mehr Verkehrssicherheit und Artenvielfalt. 

In der Kommunalwahl am 15. März werden sich die Kandidat*innen auch an ihren Ideen für eine ökologische und soziale Verkehrswende messen lassen müssen. 


Verkehr: Worüber die Kommunalwahl konkret entscheidet

Die Gemeindevertreterinnen und -vertreter haben es in der Hand, sie können:

  • den Straßenraum neu aufteilen mit Vorrang für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie den Rad- und Fußverkehr,
  • integrierte Verkehrsentwicklungspläne erstellen, die sowohl den Rad- als auch den Fußverkehr enthalten und mit dem ÖPNV verknüpfen,
  • das Parkplatzangebot für den motorisierten Individualverkehr verringern,
  • Tempo 30 innerorts einführen
  • Bereiche für schwächere Verkehrsteilnehmer deutlich farblich kennzeichnen
  • Fuß- und Radwegenetze konzipieren, einführen und beschildern
  • eine kommunale Mobilitätsgarantie mit ÖPNV anstreben: Stundentakt von Montag bis Sonntag von 5 bis 24 Uhr, Rufbusse und Sammeltaxis für den ländlichen Raum, Elektrifizierung der Fahrzeuge im ÖPNV
  • die kommunale Raumplanung auf "autofreies Wohnen" und "kurze Wege" ausrichten: gute Infrastruktur, Mischgebiete (Wohnen und Gewerbe vereinen)
  • Verteilzonen zum Umladen der Güter von LKWs auf Lastenräder einrichten
  • einen „ÖPNV-Führerschein“ für Schüler*innen einführen 

Weitere Möglichkeiten der Kommunen für eine menschenfreundliche Verkehrswende (PDF)

Schauen Sie in die Wahlprogramme der Parteien und fragen Sie die Kandidatinnen und Kandidaten: Welche der genannten Punkte wollen sie umsetzen? Wie sehen ihre Pläne aus?