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Gefiederte Freunde: Die häufigsten Arten der Vogelstimmen-Hotline

Bei der Vogelstimmen-Hotline bekommen wir von 13 Vogelarten besonders häufig Aufnahmen zugeschickt. Oft wollen die Teilnehmer mehr über diese Vögel wissen. Wir stellen Ihnen die Arten im Folgenden vor!

Den Kuckuck erkennt man relativ leicht an seinem namengebenden Ruf. Bei anderen Vögeln wird es schon schwieriger. Hier können Sie sich die Stimmen 13 besonders häufig vorkommender Vögel anhören, Ihre Vogelstimmen-Kenntnisse trainieren und mehr über die gefiederten Freunde erfahren - von A wie Amsel bis Z wie Zilpzalp.

Stimme

Die Amsel hat einen wunderbaren Gesang, den sie sehr gerne von einer Baumspitze oder einem Dachgiebel vorträgt – volltönend, melodisch und abwechslungsreich. Klare Flötentöne wechseln sich mit kurzem Zwitschern und kleinen Trillern ab. Typisch ist das „dürio diriiii –  dürio dürioö diid“.

Gesang der Amsel anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Die Amsel ist einer unserer häufigsten und bekanntesten Vögel. Man kann sie in nahezu jeder Umgebung antreffen. Amseln bewohnen Wälder, Siedlungen, Parks und Gärten; selbst in den Zentren von Großstädten sind sie anzutreffen. Ursprünglich war die Amsel ein sehr scheuer Bewohner dunkler Wälder. Dank dieser Herkunft sehen Amseln bei Dämmerlicht für Singvögel außergewöhnlich gut.

Wissenswertes

Das schwarze Gefieder der Amsel ist eine Anpassung an ihren ursprünglichen Lebensraum in dichten Wäldern. Immer wieder werden aber auch Amseln mit weißen Federn im ansonsten dunklen Gefieder gesichtet. Das ist eine Laune der Natur, ein sogenannter Leuzismus: Die Haut enthält hier keine farbstoffbildenden Zellen, so dass die Federn weiß sind.

Stimme

Der Gesang der Blaumeise ist sehr abwechslungsreich. Der bekannteste Ruf ist „Zizibe zizibe zizibe“. Der mehrsilbige Balzgesang der Blaumeisen-Männchen lässt sich merken mit dem Spruch "Ich bin nicht zimperlich mit dir".

Gesang der Blaumeise anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Die Blaumeise ist ein Vogel des Flachlands und der Täler. Sie lebt vor allem in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten sowie  halboffene Kulturlandschaften mit eingestreuten Bäumen und Hecken.

Wissenswertes

Wie Kolibris trinken Blaumeisen gerne Nektar. Anfang April produzieren die blühenden Kätzchen der Salweide morgens und spätnachmittags am meisten Nektar. Zu diesen Zeiten kommt die Blaumeise vorbei, pickt in die Nektardrüsen eines Kätzchens und nimmt einen kräftigen Schluck Nektar.

Stimme

Der Buchfink ist der häufigste Vogel Deutschlands, sein Gesang ist unverkennbar. Wer ihn einmal verinnerlicht hat, wird ihn immer wieder erkennen. Lautmalerisch lässt sich der Gesang umschreiben mit „Ich ich ich bin von der Regierung“, wobei „Regierung“ einem Gesangsschnörkel am Ende entspricht. Der Vogel trägt diese Strophe konstant wiederholend, laut und schmetternd vor.

Gesang des Buchfinks anhören (mp3)   Aufnahme: Karl-Heinz Frommolt, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Wo es Bäume gibt, kommen Buchfinken vor. Ihr Lebensraum besteht aus Wäldern, Dickichten, Hecken, Gärten, Parks und sonstigen Kulturlandschaften wie Obstbaumbeständen.

Wissenswertes

In Mitteleuropa sind Buchfinken Teilzieher. Das heißt, ein Teil der Vögel bleibt im Winter hier, ein anderer Teil zieht in den Süden, manche weichen nur über geringere Distanzen und bei besonders großer Kälte vorübergehend aus.

Stimme

Der unverwechselbare Gesang des Hausrotschwanzes besteht aus kratzenden, knirschenden und pfeifenden Tönen. Im Regelfall ist der Reviergesang klar in drei Abschnitte gegliedert: Der Beginn klingt etwas mühsam und gepresst in etwa wie „jirr tititi“. Nach einer kurzen Pause folgt der charakteristische kratzende, geräuschartige Mittelteil, der in den pfeifenden Schlussteil übergeht – etwa wie „krchrch-tütititi“.

Gesang des Hausrotschwanzes anhören (mp3)   Aufnahme: Klaus Conrads, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Ursprünglich bewohnte der Hausrotschwanz das felsige Bergland. In unserer Kulturlandschaft hat er die Gebäude unserer Ortschaften für sich erobert und ist auch in Gärten anzutreffen. Er bevorzugt übersichtliche, kurzrasige oder vegetationsarme Bereiche. Oft sieht man ihn beim Singen auf einem Dachgiebel sitzen.

Wissenswertes

Typisch für den Hausrotschwanz sind das Zittern des Schwanzes und das häufige Knicksen mit den Beinen.

Stimme

Der Gesang der Kleiber-Männchen klingt wie „wiüwiüwiü“. Oft zu hören ist auch der Warnruf „twett“, der meist in schnellen, kurzen Folgen gerufen wird. Bekannt ist auch der Balztriller, der meist etwas mehr als zwei Sekunden dauert.

"Wiü wiü wiü" des Kleibers anhören (mp3)   Aufnahme: Klaus Conrads, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Trillern des Kleibers anhören (mp3)   Aufnahme: Karl-Heinz Frommolt, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Kleiber mögen Laubmischwälder, Parks und Gärten, Alleen und andere halboffene Kulturlandschaften wie Obstwiesen.

Wissenswertes

Kleiber sieht man bei der Nahrungssuche flink und ruckartig an Bäumen hoch und runter klettern, weshalb er früher auch Spechtmeise genannt wurde. Er kann einen Baum sogar mit dem Kopf voran nach unten klettern – das schafft kein anderer unserer heimischen Vögel.

Stimme

Die Kohlmeise singt fröhlich „didä didä didä“ oder schöner gesagt „Frühling – Frühling – Frühling“. Tatsächlich hat die Kohlmeise aber einige Dutzend verschiedene Lautäußerungen auf Lager, je nach Anlass: Reviergesang, Kontaktrufe, Warnrufe, Flugrufe und nachgemachte Laute anderer Vögel. Selbst erfahrene Vogelstimmenkenner werden von ihr hinters Licht geführt. Als Vogelstimmen-Neuling nimmt man sich deshalb anfangs besser leichtere Vogelarten wie den Zilpzalp vor, und widmet sich der Kohlmeise erst mit einiger Übung.

Rufreihe der Kohlmeise anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Kohlmeisen sind weit verbreitet. Die Kohlmeise brütet von Natur aus in Laub- und Mischwäldern, deren Bäume mindestens 60 alt sind, so dass es genügend Nisthöhlen gibt. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit leben Kohlmeisen heute aber genauso in Parks und Gärten, wo sie gerne Nistkästen annehmen.

Wissenswertes

Die Kohlmeise ist die größte und am weitesten verbreitete Meisenart Europas. Mit ihrem gelben Hemd und der schwarzen Mütze ist sie unverkennbar. Ihr Name leitet sich von Kohle ab und spielt auf die schwarze Kopffärbung an. Neben ihrer Verwandten, der Blaumeise, wirkt die Kohlmeise deutlich plumper.

Stimme

Der typische Gesang beginnt mit einer leise schwätzenden Strophe und nimmt dann plötzlich an Lautstärke zu. Diese aus flötenden Tönen bestehenden, kurzen Strophen klingen „überschlagend“. Teilweise fügt die Mönchsgrasmücke auch Imitationen anderer Vögel ein.

Gesang der Mönchsgrasmücke anhören (mp3)   Aufnahme: Karl-Heinz Frommolt, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Die Mönchsgrasmücke lebt meist versteckt in dichtem Gestrüpp, mit den höchsten Bestandsdichten in Auwäldern, feuchten Mischwäldern und schattigen Parkanlagen oder Gärten.

Wissenswertes

Die unscheinbaren, grauen Vögel tragen eine Kappe auf dem Kopf: die Männchen eine schwarze, die Weibchen eine braune. Diese Färbung erinnert an die Kopfbedeckung von Mönchen. Daher haben die Vögel ihren Namen.

Stimme

Rotkehlchen zeichnen sich durch einen sehr feinen, melancholisch klingenden Gesang aus, den es leise perlend in den Morgen- und Abendstunden vorträgt. Auch im Herbst und gelegentlich sogar im Winter lässt das Rotkehlchen seinen Gesang erklingen.

Gesang des Rotkehlchens anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Rotkehlchen trifft man in Wäldern, Feldgehölzen, Parks und Gärten. Sie ziehen schattige und relativ feuchte Gebiete trockenen und heißen Arealen vor.

Wissenswertes

Rotkehlchen schauen sich gerne Verhaltensweisen von anderen Vögeln ab. So ist etwa dokumentiert, wie Rotkehlchen Eisvögel beim Fischen beobachten, bis sie selbst anfangen, sich ins Wasser zu stürzen und kleine Fischchen erbeuten.

Stimme

Die Singdrossel hat einen der schönsten und lautesten Gesänge unserer heimischen Vogelwelt. Während die Strophen der einzelnen Vögel teilweise sehr unterschiedlich sind, erkennt man die Singdrossel doch sofort, denn sie wiederholt jede ihrer Strophen drei- bis fünfmal.

Gesang der Singdrossel anhören (mp3)   Aufnahme: Karl-Heinz Frommolt, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Die Singdrossel besiedelt eine Vielzahl von Waldtypen, zeigt allerdings eine Vorliebe für Nadelbäume, viel und dichten Unterwuchs, Schatten und hohe Feuchtigkeit. Darüber hinaus trifft man sie in Wacholderheiden und Feldgehölzen an. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts dringt sie auch vermehrt in Gärten, Parks oder Friedhöfe vor.

Wissenswertes

Die Singdrossel ist auf Schnecken spezialisiert, die ein Häuschen auf dem Rücken tragen. Da der Vogel das Schneckenhaus aber mit seinem Schnabel nicht öffnen und auch die Schnecke mitsamt dem Häuschen nicht schlucken kann, sucht sich die Singdrossel einen Stein, auf dem sie das Schneckenhaus aufschlägt. Mit Glück kann man so einen Stein, neben dem mehrere aufgeschlagene Schneckenhäuschen liegen, entdecken. Diese Steine werden auch Drosselschmieden genannt.

Stimme

Der Star ist in der Tat ein Star und den Vögeln. Er kann exzellent die Stimmen von anderen Vogel- und Tierarten, ja sogar die Geräusche von elektrischen Geräten nachahmen. Seinen typischen „eigenen“ schwätzenden Gesang mit einer Vielzahl von ansteigenden oder abfallenden Pfeiftönen, Schnalz- und Zischlauten lässt der Starenmann mit gesträubtem Gefieder und leicht abgespreizten Flügeln vor dem Nistplatz sitzend erklingen.

Gesang des Stars anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Stare brüten oft in Gärten und Parks, gern in der Nähe von Wiesen. Nur im Inneren großer Wälder und in ausgeräumten Agrarlandschaften fehlen sie.

Wissenswertes

Die Fähigkeit des Stars, Stimmen zu imitieren, sorgte für eine urheberrechtliche Auseinandersetzung zwischen einem Verlag und einem Kläger, als der Verlag eine CD mit Starengesang veröffentlichte, auf der nach Meinung des Klägers die „Ursonate“ von Kurt Schwitters rezitiert wurde. 

Stare sind nicht nur außergewöhnliche Sänger, sie beeindrucken auch durch spektakuläre Formationsflüge, wenn sich außerhalb der Brutzeit riesige Schwärme zusammenfinden. Dann bewegen sich tausende Vögel wie eine Einheit und zeichnen wechselnde Muster in den Himmel.

Stimme

Stieglitze haben einen sehr munteren, fast schon hastig vorgebrachten Gesang, der aus hektischen Pfeiftönen und Trillern besteht. Charakteristisch sind seine Rufe, die wie „Stieglitt-stieglitt-stieglitt“ klingen - der Stieglitz ruft seinen eigenen Namen.

Gesang des Stieglitz' anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Stieglitze leben in offenen, baumreichen Landschaften mit samenreichen Pflanzen wie Feldsäumen, Hecken, lichten Gehölzen, Obstwiesen und Brachen.

Wissenswertes

Der Stieglitz ist auch unter dem Namen „Distelfink“ bekannt. Die Vögel sind bei der Nahrung auf Sämereien spezialisiert und ihr Schnabel ist bestens dafür geeignet, an die Samen von Disteln, Kletten und anderen Pflanzen zu gelangen.

Stimme

Aufrecht, mit stets aufgestelltem Schwanz schmettert das kleine Kerlchen seinen Gesang laut in die Welt, mit Trillern und Rollern, bis der Gesang abrupt endet. Von höheren Singwarten vorgetragen, ist der Gesang in bis zu 500 Metern Entfernung zu hören.

Gesang des Zaunkönigs anhören (mp3)   Aufnahme: Günter Tembrock, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Der Zaunkönig lebt in Büschen, Hecken und im Dickicht von Wäldern, Gärten und Parks. Zu seinen bevorzugten Lebensräumen zählen Bachauen mit freigespültem Wurzelwerk und Schling- und Kletterpflanzen sowie unterholzreiche Wälder und Feldgehölze. Beliebt sind auch Brombeerhecken in feuchten Wäldern.

Wissenswertes

Der Zaunkönig ist nach Winter- und Sommergoldhähnchen der kleinste Vogel Deutschlands - und zugleich der lauteste. Er schmettert seinen Gesang mit bis zu 90 Dezibeln in die Welt. Das macht ihn wahrhaft zu einem König unter den Vögeln.

Eine Fabel des Äsop weiß die Namensgebung anders zu erzählen:  Einst beschlossen die Vögel, denjenigen von ihnen zum König zu machen, der am höchsten flöge. Dies gelang dem Adler, aber der Zaunkönig ließ sich auf den Schultern des Adlers in die Lüfte tragen, und flog dann selbst los, als der Adler müde wurde, um den Adler noch an Höhe zu übertreffen. Diese List erkannten die anderen Vögel aber nicht an und der Zaunkönig wurde nach seinem Aufenthaltsort in Hecken und Zäunen benannt. So kam der kleine Vogel durch die Fabel von der Königswahl zu seinem Namen.

Stimme

Wie der Stieglitz und der Kuckuck, so ruft auch der Zilpzalp seinen eigenen Namen: „Zilp zalp zalp zilp zalp zilp zilp zalp“ tönt es lauthals aus so manchem Gebüsch.

Gesang des Zilpzalps anhören (mp3)   Aufnahme: Klaus Conrads, Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, CC BY-SA

Lebensraum

Der Zilpzalp fühlt sich in Wäldern wohl. Auch in wilderen Parks und Gärten ist er anzutreffen. Er bevorzugt Bereiche mit einer dichten Kraut- und Strauchdecke.

Wissenswertes

Der Zilpzalp wird manchmal auch Weidenlaubsänger genannt. Er hat mit dem Fitis einen Zwillingsbruder, dem er zum Verwechseln ähnlich sieht, der aber völlig anders singt.