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Umweltpolitischer Aschermittwoch: Kommunen spielen wichtige Rolle beim Umwelt- und Naturschutz

Aschermittwoch von BUND Naturschutz, Landesbund für Vogel- und Naturschutz und Landesfischereiverband: Beim traditionellen Umweltpolitischen Aschermittwoch im Deggendorfer Kolpingsaal machten die drei bayerischen Umweltverbände kurz vor der Kommunalwahl deutlich, wie drängend die Aufgaben im Natur-, Klima- und Umweltschutz sind und welche Erwartungen sie diesbezüglich an die Kommunalpolitik haben.

19.02.2026

Martin Geilhufe, Vorsitzender des BUND Naturschutz: „Die Kommunen haben den Werkzeugkasten für die Zukunft in der Hand: Sie können Bayern artenreicher, klimafester und lebenswerter machen – oder zulassen, dass wertvolle Natur weiter unter Druck gerät. Flächensparen, Biotope schützen, die Energiewende naturverträglich gestalten und Ortskerne stärken, statt immer neue Baugebiete auszuweisen. Das sind ganz konkrete Aufgaben vor Ort. Wer kommunale Verantwortung übernimmt, entscheidet unmittelbar über unsere Lebensqualität. Natur- und Klimaschutz sind keine Kür, sondern Pflichtprogramm jeder Gemeinde.“ 

Johannes Schnell, stellvertretender Geschäftsführer Landesfischereiverband Bayern e. V.: „Ein wehrhafter Naturschutz ist Grundlage einer wehrhaften Demokratie. Wer solche Errungenschaften insbesondere zu Zeiten in Frage stellt, in denen es global darum geht, die gesellschaftlichen Grundwerte Europas vor populistischen Autokraten zu schützen, der handelt in mehrfacher Hinsicht wider die Natur. Populismus als scheinbares Mittel der Wahl ist keine qualifizierte Antwort auf Populismus“

Dr. Christian Stierstorfer, Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V., Bezirksgeschäftsstelle Niederbayern: „Der Arten- und Naturschutz hat derzeit keinen leichten Stand. Auch die Mitwirkungsrechte der Naturschutzverbände werden zunehmend in Frage gestellt, ebenso viele sinnvolle gesetzliche Vorgaben. Wir dürfen nicht zulassen, dass in dieser Stimmungslage naturzerstörerische Projekte wie die Ortsumfahrung Schweinhütt - Landkreis Regen - oder das Gewerbegebiet Teublitz - Landkreis Schwandorf - wieder die Regel werden. Eine intakte Natur ist die zentrale Voraussetzung für eine gelungene Zukunft und kein lästiges Randthema.“ 

Die vier Frauen der Band „Oane wia koane“ sorgten mit ihrer unkonventionellen Volksmusik trotz der herausfordernden Themen für eine gute Stimmung im Kolpingsaal. Die Küche des Stadthotels verwöhnte die zahlreichen Gäste mit veganen Speisen und traditionellen Fischgerichten.

Pressefotos von der Veranstaltung, Fotograf: Heinrich Inkoferer