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Wissenswertes über Bayerns Schwanzlurche!

In Bayern gibt es sechs verschiedene Arten von Schwanzlurchen. Zu ihnen gehören alle Salamander und Molche. Im Gegensatz zu ihren “Kollegen”, den Froschlurchen, behalten sie zeitlebens einen Schwanz.
Über 800 Arten weltweit
Schwanzlurche (Urodele oder Caudata) sind global weit verbreitet, sie haben sich über lange Zeit an ihre Lebensräume angepasst – das bedroht jedoch ihr Überleben, wenn genau diese Nische beeinträchtigt wird.
Lebensraum Wasser
Bis auf eine Ausnahme sind alle sechs bayerischen Salamander- und Molcharten auf saubere Laichgewässer angewiesen: der Alpensalamander bringt als einzige Art lebende Junge zur Welt.
Still und unauffällig
Im Gegensatz zu den Froschlurchen geben Schwanzlurche keine Laute von sich – vielleicht werden sie auch deshalb leichter übersehen und sind weitaus weniger bekannt.
Was sind Schwanzlurche?
Alle Schwanzlurche (Urodele oder Caudata) haben – wie der Name schon sagt – einen Schwanz. Mit ihrem langgestreckten Körper und den kurzen Beinen bewegen sie sich etwas schlingernd fort. Zu den bayerischen Schwanzlurchen gehören die Familien Salamander und Molche.
Die Salamander sind überwiegend Landbewohner. Die Molche leben hingegen immer in der Nähe eines Gewässers, das sie zum Laichen, aber auch zum Jagen und Verstecken nutzen, nur für das Winterquartier entfernen sie sich etwas weiter weg. In der Laichzeit bilden die Männchen ein aufwändiges Hochzeitskleid aus, mit dem sie die Weibchen bei einem ausgefallenen Hochzeitstanz von ihren Qualitäten überzeugen müssen.
Übersicht Schwanzlurche in Bayern
| Art | Kurzinfo | Rote Liste Bayern (aktueller Stand 2019) |
|---|---|---|
| Alpensalamander (Salamandra atra) | schwarz, lebendgebärend, Hochlagen der Alpen | Ungefährdet (*) |
| Feuersalamander (Salamandra salamandra) | schwarz-gelb gefärbt, Waldquellen | Gefährdet (3) |
| Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) | orange Bauchfärbung, häufig in Bergregionen | Ungefährdet (*) |
| Teichmolch (Lissotriton vulgaris) | kleiner Molch, oft in Gartenteichen | Vorwarnliste (V) |
| Fadenmolch (Lissotriton helveticus) | Männchen mit Schwanzfaden | Gefährdet (3) |
| Kammmolch (Triturus cristatus) | großer Molch mit gezacktem Rückenkamm | Stark gefährdet (2) |

Auf einen Blick: Unterschiede Salamander und Molche
Lernen Sie Bayerns Schwanzlurcharten zu bestimmen!Der Bekanntheitsgrad der Schwanzlurche in Bayern ist deutlich geringer als jener der Froschlurche: Alpen- und Feuersalamander, Berg-, Faden-, Kamm- und Teichmolch sind in der freien Natur eben nicht so leicht zu sehen wie etwa eine Erdkröte oder ein Grasfrosch. Das liegt vor allem an ihrer unauffälligeren Körperform.
Im Unterschied zu den Froschlurchen haben die meisten Arten der Urodele freie Rippen. Ihre Schulter- und Beckengürtel sind überwiegend knorpelig und weniger fest mit der Wirbelsäule verbunden. Die Tiere besitzen kein Trommelfell und kein Mittelohr. Bei Salamandern und Molchen findet die Befruchtung der Eier im Körper statt.









