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Bund Naturschutz ehrt Schutzpatron der freien Donau

Der frühere Abt des Benediktinerklosters Niederaltaich, Emmanuel Jungclaussen, wurde am 9. November mit dem Bayerischen Naturschutzpreis geehrt, der höchsten Auszeichnung des Bundes Naturschutz in Bayern (BN).

BN-Vorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger, Abt Emmanuel Jungclaussen, stellvertretende BN-Vorsitzende Doris Tropper

Mit der Preisverleihung in Niederalteich (Landkreis Deggendorf) ernannte der BN-Vorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger Abt Emmanuel auch zum Ehrenmitglied des Verbandes. Jungclaussen erhielt den Preis als „Schutzpatron der frei fließenden Donau“, der sich seit vielen Jahren gegen eine Kanalisierung des Flusses mit Staustufen einsetzt. Mit seinen jährlichen Donausegnungen und Mahnungen an die Verantwortlichen verlieh der 81-Jährige dem Engagement für die Donau wie kaum ein anderer Autorität und Würde. Jungclaussen steht dabei stellvertretend für alle Benediktiner, die für die Bewahrung der Schöpfung eintreten.

Mitreißende Spiritualität, außergewöhnlicher Mut

„Mein Lebensinhalt war und ist die Liebe zur Natur“, sagte Emmanuel Jungclaussen in seiner Dankesrede, die er vor vielen prominenten Zuhörern hielt. In seiner Laudatio hatte Weiger zuvor hervorgehoben, dass Abt Emmanuel mit seiner mitreißenden Spiritualität Menschen verbinde – „wie ein Fluss, der keine Grenzen kennt sondern seinem natürlichen Lauf folgt. So ist er zum Schutzpatron der frei fließenden Donau geworden.“ Weiger beschrieb den emeritierten Abt als Persönlichkeit mit außergewöhnlichem Mut, der sich auch gegen Widerstände aus Politik und Wirtschaft für den Schutz der Schöpfung einsetze. „Mit seiner liebenswerten, bescheiden persönlichen Art spricht er direkt das Herz vieler Menschen an und macht ihnen Mut, sich für den Erhalt der Natur einzusetzen“, betonte der BN-Vorsitzende.