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Tipps: WLAN (Wireless Local Area Network) und Bluetooth

 

Auch bei der Anwendung von WLAN werden die warnenden Stimmen – selbst von offizieller Seite – immer deutlicher. Bereits im September 2007 verglich die Europäische Umweltagentur die Gefahren elektromagnetischer Strahlung, die beispielsweise von WLAN-Netzwerken oder Mobiltelefonen und ihren Masten ausgesendet werden, mit Asbest.


Private Nutzung:

Der drahtlose Internetzugang ist zwar, wie viele Funkanwendungen, sehr bequem, doch auch hier ist die Entscheidung zu treffen, ob man seinen Kindern, der eigenen Familie und den Nachbarn die Strahlung zumuten darf.

Besonders kritisch ist die Pulsung von WLAN. Sie liegt mit 10 Hertz genau im Bereich der Alpha-Wellen unseres Gehirns, die im EEG Entspannung anzeigen.                                 

  • Verbinden Sie Ihren Computer besser per Kabel mit dem Internet und deaktivieren Sie die WLAN-Karte an Ihrem Computer und den WLAN-Sender an Ihrem Router.

  • Der Laptop sollte bei aktivierter WLAN-Karte eben nicht auf dem Schoß „lap-top“ stehen. Sie bestrahlen so unmittelbar Ihre Genitalien. Außerdem müssen die Luftschlitze auf der Unterseite des Geräts stets frei sein, sonst kommt es zu Hitzeschäden sogar am Körper.

  • Vorsicht bei Spielekonsolen (WLAN-Spielekonsolen): Viele dieser Spielgeräte arbeiten mit Funk. Die starke Strahlung der Geräte ist besonders problematisch, da die Kinder sie in der Regel ganz nahe am Körper halten. Auch Wii-Spielekonsolen strahlen u.U. ganz erheblich.

In Schulen:

Der Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags (Landtag gegen WLAN an Schulen.pdf) empfahl im März 2007, an Schulen kein WLAN einzurichten, um die Gesundheit der Kinder zu schützen.

Auch die britische Lehrervereinigung Voice forderte im Juli 2008, auf WLAN an Schulen zu verzichten: "Eine ganze Generation von Kindern wird hier im Grunde als Versuchskaninchen für ein groß angelegtes Experiment missbraucht."

Da im Unterricht in der Regel viele Kinder gleichzeitig ins Netz sollen, wäre es meist nötig, sogar mehrere WLAN-Router in einer Schule zu installieren, da ein einziger Router bei der Übertragung größerer Datenmengen zu langsam wird.
Zusätzlich strahlen bei einer solchen Unterrichtsstunde alle Computer. Dies bedeutet eine hohe Strahlenbelastung für die Kinder. Werden dann auch noch Maus, Tastatur, Drucker und Scanner über Bluetooth angesteuert, erhöht sich die Belastung weiter.

  • Wenn Sie als Eltern oder Lehrer davon erfahren, dass trotz allem WLAN installiert werden soll, machen Sie die Schulleitung auf diese Empfehlung des Landtags aufmerksam.
  • Da die Verkabelung teurer als WLAN ist, können Sie versuchen, über den Elternbeirat  Zuschüsse zu mobilisieren. Vielleicht finden sich auch ein paar Helfer, die bereit sind, die Verkabelung selbst durchzuführen.

Übrigens:

Wer sich mit einem internetfähigen Handy oder mit dem Laptop von einem beliebigen Ort aus drahtlos ins Internet einwählt, verursacht einen viel größeren Datenfluss als mit einem Handygespräch. Für eine mobile Internetverbindung müssen Antennenmasten stärker strahlen als bei einem mobilen Telefongespräch. Außerdem wird die Kapazität der einzelnen Mobilfunk-Basisstationen viel mehr beansprucht. Je mehr Menschen dies tun, umso häufiger wird es vorkommen, dass einzelne Sender ausgelastet und überlastet sind.

Wer mobil ins Internet geht, trägt also dazu bei, dass Mobilfunkbetreiber immer mehr Antennen aufstellen. Dadurch wird die dauernde Strahlenbelastung der gesamten Bevölkerung immer weiter erhöht.

 

Viele weitere Informationen zu WLAN finden Sie auf den Seiten von
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