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BUND Naturschutz trauert um Altabt Emmanuel Jungclaussen

In tiefer Trauer verneigt sich der BUND Naturschutz vor der Lebensleistung seines Ehrenmitgliedes und Trägers des BN-Naturschutzpreises Altabt Emmanuel Jungclaussen. Als Schutzpatron der Donau zwischen Straubing und Vilshofen hatte sich Jungclaussen gegen alle Widerstände glaubwürdig und konsequent für den Erhalt des frei fließenden Flusses eingesetzt. Emmanuel Jungclaussen ist Anfang Dezember im Alter von 91 Jahren gestorben.

10.12.2018

Altabt Emmanuel Jungclaussen steht mit seinem Engagement für die Donau stellvertretend für alle Benediktiner, die sich für den Erhalt der Schöpfung und damit der Natur und Umwelt, unabhängig vom Widerstand der Wirtschaft oder der Regierung, einsetzen.

Die Verpflichtung, die Schöpfungsordnung Gottes in Landschaft und Natur zu bewahren, leitete er aus dem von jedem Benediktiner abzulegenden Gelübde der Beständigkeit und der daraus erwachsenden Verbundenheit mit der Umgebung des Klosters ab. Diese Verpflichtung hat Altabt Jungclaussen in besonderer Weise mit Leben gefüllt.

Als emeritierter Abt des Benediktinerklosters Niederalteich brachte er sich intensiv in die Bewegung zur Erhaltung der Schöpfung mit seiner integrierenden, viele Menschen ansprechende Art, ein und inspirierte mit seinen Taten viele andere Menschen.

So wie die Donau zehn Länder von West nach Ost verbindet, so hat auch Altabt Emmanuel Jungclaussen Brücken gebaut: nämlich von der katholischen zur orthodoxen Kirche mit ihren starken Naturbezügen.

Er unterstützte unter anderem die Aufstellung eines Kreuzes an der Donau als ein Zeichen des Schutzes und des Gebens für die Donau, damit diese Donau als frei fließender Strom erhalten bleibt. An der Stelle des Kreuzes segnete er jedes Jahr zum Fest der Taufe Christi die strömende Donau nach dem Ritus der Ostkirche.

Mit seiner mitreißenden Spiritualität verband er die Menschen und grenzte niemanden aus. Er setzte sich stets und in besonderer Weise dafür ein zusammenzuführen, wie ein Fluss, der keine Grenzen kennt sondern seinem natürlichen Lauf folgt. So ist er zum Schutzpatron der frei fließenden Donau geworden.

Seine Schirmherrschaft als Schutzpatron beschrieb er selbst mit den Worten: "Ich wollte Schirmherr sein über diese ganze Bewegung, um sie vor der Abspaltung der ganzen Aggressionen zu bewahren, denn wir müssen vor allem wissen wofür wir sind und nicht wogegen. Wir müssen dafür eintreten, dass die Sprache Gottes in der Schöpfung deutlich vernehmbar bleibt".

Altabt Emmanuel Jungclaussen hat sich als Symbolfigur für die frei fließende Donau große Verdienste erworben. Mit seiner liebenswerten, bescheidenen persönlichen Art sprach er direkt das Herz vieler Menschen an und machte Ihnen letztlich erfolgreich Mut, sich für den Erhalt der Natur und der Donau einzusetzen.

Wir werden seine Verdienste immer in würdiger Erinnerung behalten.

Für den Landesvorstand und die Kreisgruppe Deggendorf des BUND Naturschutz:
Richard Mergner, Landesvorsitzender
Prof. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender
Georg Kestel, Vorsitzender der Kreisgruppe Deggendorf