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Frühlingserwachen mit Hummeln - Mitmachaktion für jeden Insektenfreund!

Mit den frühlingshaften nächsten Tagen startet die bayernweite Mitmachaktion „Hummeltelefon“: Jeder kann Hummelfotos einreichen, ein Expertenteam antwortet. Nach großer Resonanz im letzten Jahr bieten der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) und das Institut für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI) zum Frühlingsanfang erneut diesen einzigartigen Service an.

Männchen der Wiesenhummel (Bombus pratorum)

Wiesenhummelkönigin (Bombus pratorum)

20.03.2019

Die bayerische Bevölkerung interessiert sich für Hummeln und viele anderen Insekten! Mit historischen 18 % zeigte das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" dies ganz deutlich. Es muss sich etwas ändern, denn intensive Landwirtschaft und naturferngestaltete Gärten und Parks bedrohen die Artenvielfalt. 41 verschiedene Hummelarten gibt es in Deutschland. 16 davon sind bereits gefährdet. In Bayern stehen 13 Hummelarten auf der Roten Liste. Mit dem Hummeltelefon fördern BN und IfBI das Bewusstsein dafür, wie wertvoll Hummeln - stellvertretend für alle Insekten - sind.

Sie finden eine Hummel im Garten oder auf der Wiese und würden gerne wissen, welche Art es ist? Über das "Hummeltelefon" können Sie das herausfinden. Fotografieren Sie den kleinen Brummer und schicken Sie das Bild per WhatsApp an 0151-18460163 oder per E-Mail an hummelfund@ifbi.net. Ab 15.3.2019 sind die Leitungen wieder geöffnet. Das Hummeltelefon-Team wird Ihnen auf Ihre Nachricht so schnell wie möglich mit dem Artnamen und Informationen rund um Ihre Hummel antworten.

"Da immer weniger Wildbienen in heimischen Gärten zu finden sind, möchten wir mit dieser Aktion auf das Insektensterben aufmerksam machen und die Menschen für die pelzigen Flieger begeistern", sagt Dr. Klaus Mandery, Leiter des IfBI, Vorsitzender des BN Haßberge und Bienenexperte.

Jeder Hummelfund wird auch dieses Jahr wieder in eine interaktive Karte eingetragen. 2018 waren es mehr als 1.000 Funde! So kann man mehr über die Verbreitung der Hummelarten in Bayern lernen. Das ist enorm wichtig, um den Schutz der Wildbienen bestmöglich an deren Bedürfnisse anpassen zu können.

Eine der ersten Hummeln im Jahr ist die Wiesenhummel (Bombus pratorum). Diese Hummel mit dem roten Hintern und den zwei gelben Querstreifen besucht schon ab Mitte Februar Frühblüher wie Schneeglöckchen, Haselnuss und Co.

Um fliegen zu können, muss die Wiesenhummel ihren Körper auf etwa 35 °C aufheizen. Durch Vibrationen mit ihrer starken Brustmuskulatur schafft sie das schon ab wenigen Grad über Null. Honigbienen sind erst ab 10 °C Außentemperatur flugaktiv.

 

Gez.:

Prof. Dr. Kai Frobel, BN-Naturschutzreferent

 

Für Rückfragen:

Dr. Klaus Mandery,

1. Vorsitzender und ehrenamtl. Geschäftsführer IfBI Tel: 0171/6064414

Institut für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI), Tel: 09531/9446433

E-Mail: mandery@bund-naturschutz.de

 

Weitere Informationen: www.ifbi.net/Hummeltelefon