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Sozial. Sicher. Klimafreundlich. Bündnis fordert klare Entscheidungen für sichere Mobilität in Bayerns Kommunen

Das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende fordert die Kommunen in Bayern auf, bei der Mobilität klare Prioritäten zu setzen: Ausbau des ÖPNV, des Rad- und Fußverkehrs und sichere, für alle zugängliche Mobilität.

09.01.2026

Anlässlich der Kommunalwahl 2026 legt das Bündnis konkrete Forderungen vor, die die Kommunen bereits heute umsetzen können. „Mobilität ist Teil der öffentlichen Verantwortung“, erklärt das Bündnis. „Wer sicher zur Schule kommen will, wer ohne Auto zum Arzt oder zur Arbeit muss, braucht eine Kommune, die handelt.“

Unsere zentralen Forderungen an die Kommunen:
•    sichere und gute Mobilität für alle: 
Breite, freie Gehwege, sichere Querungen, gute Beleuchtung und Verkehrsberuhigung müssen zum Maßstab kommunaler Planung werden. Kinder, Ältere und Menschen mit Behinderungen müssen ins Zentrum der Planungen rücken.
•    ÖPNV ausbauen, barrierefrei, alltagstauglich und bezahlbar machen:
Sozialtickets, dichtere Takte und verlässliche Verbindungen – auch abends und am Wochenende – sind notwendig, damit Bus und Bahn für mehr Menschen eine echte Alternative zum Auto sind. Ergänzende Angebote wie Ruf- oder Bürgerbusse sollen gezielt ausgebaut werden.
•    Rad- und Fußverkehr ernst nehmen:
Durchgängige, sichere Radwege, sichere Kreuzungen und ausreichend Abstellmöglichkeiten gehören zur Grundausstattung moderner Kommunen. Der Fußverkehr braucht eigene Konzepte und verbindliche Fußverkehrspläne.

Kommunen brauchen Rückendeckung von Bund und Land

Das Bündnis betont zugleich, dass viele Kommunen finanziell stark unter Druck stehen. „Wir wissen, dass Städte und Gemeinden vieles wollen, aber nicht alles bezahlen können“, so das Bündnis. „Deshalb dürfen Bund und Land die Kommunen nicht allein lassen.“

Notwendig sind:
•    eine verlässliche, langfristige Finanzierung des ÖPNV,
•    ausreichend Mittel für Rad- und Fußverkehr,
•    sowie die Anerkennung von Mobilität als Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge.

Mut zur Entscheidung

„Die Kommunalwahl 2026 entscheidet darüber, ob unsere Städte und Gemeinden sicherer, leiser und lebenswerter werden. Jetzt braucht es politischen Mut.“
Das komplette Forderungspapier des Bündnisses für sozialverträgliche Mobilitätswende Bayern können Sie hier  abrufen.

Zitate der Bündnismitglieder:

„Keine Wahl betrifft die Bürger:innen in Bayern so direkt wie die Kommunalwahl. Und kaum ein Thema prägt ihr ganzes Leben und ihre Umwelt so sehr wie die Mobilität. Deshalb ist es wichtig, dass bei dieser Wahl die Weichen gestellt werden für eine nachhaltige Mobilität für alle.“
(Martin Geilhufe, Vorsitzender BUND Naturschutz in Bayern e.V.)

„Die kommunale Politik muss die sozialverträgliche Mobilitätswende als eine ihrer zentralen Aufgaben ansehen. Dazu gehört aus Sicht des VdK Bayern, bezahlbare Ticketpreise vor Ort sicherzustellen, auch durch kommunale Sozialtickets, und im Rahmen ihres Einflussbereiches barrierefreie Mobilität zu gewährleisten.“
(Verena Bentele, Landesvorsitzende Sozialverband VdK Bayern)

„Die Kommunalwahl entscheidet auch über die Zukunft von Bus und Bahn vor Ort. Klar ist: Ohne ausreichend Personal gibt es keinen verlässlichen ÖPNV, denn Busse und Bahnen fahren nicht von allein. Ohne verbindliche Tariftreue bei öffentlichen Vergaben wird es keine stabile und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur geben, weil qualifizierte Beschäftigte fehlen. Bayern braucht daher endlich ein Tariftreue- und Vergabegesetz. Wer den ÖPNV wirklich ausbauen will, muss für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und verlässliche Schichtpläne sorgen, alles andere sind leere Wahlkampfversprechen.“
(Matthias Birkmann, Landesgeschäftsstellenleiter EVG Bayern)

„Der Fußverkehr ist die Grundlage jeder sicheren und sozialen Mobilität in Kommunen – wird aber noch immer unterschätzt. Gerade für Kinder müssen Schul- und Alltagswege so gestaltet sein, dass sie selbstständig und sicher unterwegs sein können.“
(Dr. Christian Loos, Vorsitzender VCD Bayern)

"Umwelt- und Klimaschutz im Alltag bedeutet, dass Menschen echte Alternativen zum eigenen Auto haben: einen zuverlässigen und bezahlbaren öffentlichen Personennahverkehr sowie die Möglichkeit, sicher und komfortabel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein. Entscheidend ist, dass sich alle Verkehrsarten nahtlos miteinander verbinden lassen. Das entlastet die Straßen, erhöht die Verkehrssicherheit für alle und steigert spürbar die Lebensqualität vor Ort."
(Eva Mahling, Landesvorsitzende ADFC Bayern)

„Bayern braucht einen öffentlichen Nahverkehr, der überall funktioniert – nicht nur in den Städten. Dafür müssen wir aber nicht nur in Busse, Bahnen und Infrastruktur investieren, sondern vor allem auch in die Menschen, die den Nahverkehr täglich am Laufen halten. Gute Arbeitsbedingungen, verlässliche Dienstpläne und faire Bezahlung sind die Voraussetzung dafür, dass genug Fachkräfte gewonnen und gehalten werden. Ohne sie gibt es keine Mobilitätswende.“
(Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern)