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Ihre Patenschaft: Werden Sie ideeller Pate eines Baumriesen im Steigerwald!

Die Wälder im Nordsteigerwald gehören zu den schönsten und schützenswertesten Buchenwäldern Europas: naturnahe Laubmischwälder, uralte Baumriesen, seltene Tiere, gefährdete Pflanzen. Viele Gutachten betonen den internationalen Wert dieser Wälder und ihre hohe Schutzwürdigkeit. Unterstützen Sie unsere Naturschutz-Arbeit im Steigerwald und werden Sie Pate eines alten Baumriesen. Herzlichen Dank!

Im ökologisch besonders wertvollen Waldgebiet „Hoher Buchener Wald“ wachsen noch viele alte, dicke Buchen. Doch der Eigentümer, der Freistaat Bayern, hat ein bestehendes Schutzgebiet aufheben lassen und danach damit begonnen, diese Bäume zu fällen. Zwar konnten wir durch Protestaktionen einen vorläufigen Stopp dieser Baumfällungen erreichen, doch neue Einschläge sind bereits geplant. Ohne öffentlichen Druck und Unterstützung aus der Bevölkerung geht die Holznutzung im „Hohen Buchenen Wald“ weiter und die dicken Bäume werden im großen Stil gefällt.

Deshalb hat der BUND Naturschutz mit Unterstützung des WWF im Hohen Buchenen Wald insgesamt 7.600 dicke Bäume mit einem (Brusthöhen-)Durchmesser über 60 cm lagegenau kartiert. Mit Ihrer symbolischen Patenschaft für einen oder mehrere dieser Bäume unterstützen Sie uns dabei, die Starkbäume im Hohen Buchenen Wald zu schützen. Der Hohe Buchene Wald soll als Keimzelle für einen Nationalpark Steigerwald dienen, damit sich in Bayern die ursprüngliche Waldnatur zumindest in einem größeren Laubwaldgebiet entwickeln kann.


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Ihre Spendenquittung erhalten Sie im ersten Quartal des darauf folgenden Jahres. Bei Spenden bis zu 300 € erkennt das Finanzamt die Vorlage des Kontoauszuges an.


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Ihre Patenschaft wirkt!

Mit Ihrer Baumpatenschaft

  • unterstützen Sie das Engagement des BN für ein Schutzgebiet im Steigerwald.
  • machen Sie deutlich, dass es ein gesellschaftliches Anliegen ist, Bäume alt und dick werden zu lassen und Wälder konsequent zu schützen.
  • unterstützen Sie die Postition BN, dass der Steigerwald die bayernweit am besten geeignete Fläche für einen dritten Nationalpark ist.

Vorteile Ihrer Patenschaft

Sie erhalten eine persönliche Patenurkunde für Ihren Baum - auch als PDF - mit Ihrem Namen.

Wir halten Sie zweimal pro Jahr über Aktivitäten, Termine und Erfolge auf dem Laufenden.

Sie können an exklusiven Exkursionen ins Projektgebiet teilnehmen und den Hohen Buchenen Wald, in dem ihr Patenbaum wächst, besuchen.

Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar. Automatisch erhalten Sie jeweils zum Jahresbeginn des Folgejahres Ihre Spendenbescheinigung für das Finanzamt.


Fragen und Antworten zur Ideellen Baumpatenschaft

Mit einer ideellen Baumpatenschaft setzten Sie symbolisch ein Zeichen zum Schutz der dicken Buchen im Hohen Buchenen Wald und unterstützen die Arbeit des BUND Naturschutz in diesem Projekt. Sie erwerben damit kein Eigentum, die Bäume sind und verbleiben im Eigentum des Freistaates Bayern.

Der BN kämpft zusammen mit seinen Verbündeten dafür, dass die dicken Bäume im Hohen Buchenen Wald nicht gefällt werden. Dies kann dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn in diesem Areal ein nutzungsfreies Schutzgebiet eingerichtet wird. Der BN kämpft für einen Nationalpark Steigerwald mit dem Hohen Buchenen Wald als Kernfläche. Nur dann dürfen die Bäume alt und dick werden, ohne dass sie „in jungen Jahren“ gefällt werden.

  • Sie erhalten eine persönliche Patenurkunde für Ihren Baum - auch als PDF - mit Ihrem Namen.
  • Wir halten Sie zweimal pro Jahr über Aktivitäten, Termine und Erfolge auf dem Laufenden.
  • Sie können an exklusiven Exkursionen ins Projektgebiet teilnehmen und den Hohen Buchenen Wald, in dem ihr Patenbaum wächst, besuchen.

Die Bearbeitung dauert in der Regel bis maximal zehn Tage.

Bei einer einmaligen Spende für die Patenschaft stehen Ihnen SEPA-Lastschriftverfahren, PayPal und Kreditkarte als Online-Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei einem periodisch gezahlten Betrag nutzen Sie das Lastschriftverfahren.

Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar. Automatisch erhalten Sie jeweils zum Jahresbeginn des Folgejahres Ihre Spendenbescheinigung für das Finanzamt. Bis zu einem Spendenbetrag von 300 Euro gilt der Einzahlungsbeleg und Kontoauszug als Nachweis.

Hier können Sie alle Änderungen Ihrer Spenderdaten elektronisch durchgeben.
Für Rückfragen steht Ihnen unsere Spendenverwaltung zur Verfügung. Tel. Mo - Do 9 - 12 unter 0941/297 20-66

Ja, Sie können hier eine Patenschaft verschenken

Auch Gruppen, Firmen, Klassen, Vereine, Freundeskreise usw. können eine Patenschaft übernehmen. Bitte geben Sie einfach den Namen der Gruppe als Patennamen an, sowie den Namen und die Adresse eines Ansprechpartners.

Warum die alten Steigerwald-Bäume Hilfe brauchen

Einst waren weite Teile Mitteleuropas geprägt von Wäldern, in denen Buchen und andere Laubbäume dominierten. Doch viele naturnahe Wälder wurden seitdem in Nadelwälder umgewandelt. Die Wälder werden hierzulande auf nahezu ganzer Fläche mehr oder weniger intensiv bewirtschaftet. Diese Umstände führten dazu, dass tausende Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die nur in diesen alten Laubwäldern mit dicken Bäumen leben können, ihren Lebensraum verloren haben und größtenteils verschwunden sind.

Alte Naturwälder sind von immenser Bedeutung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt. Mit ihrem hohen Anteil an dicken Bäumen, Totholz und intakten Waldböden sind sie zudem riesige Kohlenstoffspeicher und echte „Klimaanlagen“.

Großflächige Naturwälder haben spezielle Aufgaben und Funktionen, die Wirtschaftsforste und kleine Naturwaldinseln nicht erfüllen können. Sie bieten Raum und Zeit für eine ungestörte Entwicklung und eine Anpassung an Umweltveränderungen, wie sie in der Klimakrise ablaufen. Selten gewordene Arten können stabile Populationen bilden (Spenderflächen) und von hier aus über Trittsteine im Wirtschaftswald zu anderen Naturwaldflächen wandern. Großflächige Naturwälder sind auch wichtig als Forschungs- und Lernflächen. Darüber hinaus bieten sie ein einzigartiges Naturerleben für große und kleine Bürgerinnen und Bürger.

Der Nordsteigerwald mit seinen vielen Mischbaumarten bietet gerade in der Klimakrise hervorragende Voraussetzungen, um in einem nutzungsfreien, großflächigen Naturwald zu beobachten, welche Baumarten sich auf welchen Standorten durchsetzen. Die von Natur aus mit Abstand häufigste Baumart wäre in Bayern die Rotbuche. Auch in Zeiten der Klimakrise wird die nur in Europa heimische Buche auf vielen Standorten - auch im Steigerwald - eine Baumart der Zukunft bleiben. Wenn auf einigen Sonderstandorten ihre Konkurrenzkraft abnehmen sollte, kann die Vielzahl der im Steigerwald heimischen Baumarten diese Lücke gut füllen. Ein Nationalpark Steigerwald wäre der beste Ort, um das wissenschaftlich zu untersuchen.

Naturwälder haben ein feuchteres, kühleres Waldinnenklima, weil die hohe Strukturvielfalt die Hitze abhält und das Kronendach nicht ständig aufgerissen wird. Im Wirtschaftsforst stören dagegen die immer wiederkehrenden Baumentnahmen das Waldinnenklima. Naturwälder können im Vergleich zu Wirtschaftswäldern größere Wassermengen speichern, weil keine tonnenschweren Forstmaschinen den Waldboden befahren, den Wasserspeicher verdichten und damit die Wasserspeicherfähigkeit reduzieren. Im Wirtschaftswald der Bayerischen Staatsforsten wird ca. 15-20 Prozent der Waldfläche mit Maschinen befahren. Über bodenverdichtete Rückegassen und Gräben entlang der Forststraßen fließt dort der Regen oft schnell aus dem Wald ab, die Hochwassergefahr steigt.

Große, zusammenhängende Buchenwälder, die für eine Naturwaldentwicklung überhaupt noch in Frage kommen, gibt es nur noch wenige, bayernweit vielleicht eine Handvoll. In Expertenkreise gilt der Nordsteigerwald in Hinblick auf den Schutz von Buchenwäldern bayern- und deutschlandweit als die am besten dafür geeignete Fläche. Das ökologisch äußerst wertvolle Waldgebiet schaffte es sogar auf einen der vorderen Plätze in einer deutschlandweiten Studie des Bundesamts für Naturschutz über die aussichtsreichsten Kandidaten für eine Bewerbung als "Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Der BUND Naturschutz engagiert sich seit 2007 für einen Nationalpark Steigerwald, seit sich damals Kommunalpolitiker aus der Region dafür einsetzten. Doch die Bayerische Staatsregierung hat es bis heute abgelehnt, die Einrichtung eines Nationalparks ernsthaft zu prüfen, z.B. mit einer Machbarkeitsstudie. Und dies, obwohl mittlerweile zwei Drittel der Bevölkerung der Steigerwaldregion einen Nationalpark unterstützt.

Deshalb fokussierten sich die Schutzbemühungen auf den knapp 800 Hektar großen „Hohen Buchenen Wald“ bei Ebrach. Dem damaligen Landrat Dr. Denzler gelang es, dieses Kernstück der ca. 11.000 Hektar großen Nationalparkkulisse zu schützen. Doch der Schutz währte leider nur ein Jahr. Dann ließ die Staatsregierung dieses Schutzgebiet wieder aufheben und weigert sich seitdem, die Fläche anderweitig z.B. als Naturschutzgebiet zu schützen.

Das vormalige Schutzgebiet „Hoher Buchener Wald“ vernetzte flächig zwei der bekanntesten und artenreichsten Naturwaldreservate in ganz Süddeutschland, die ökologisch sehr wertvollen Naturwaldreservate „Brunnstube“ und „Waldhaus“. Deren Anteil an mächtigen Buchen-Methusalemen und Totholz gleicht inzwischen nahezu dem von Urwäldern. Sie beherbergen eine immense Artenvielfalt, darunter zahlreiche europaweit geschützte FFH-Arten. Leider sind die beiden Schutzgebiete sehr klein und viele ihrer dicken Bäume sind bereits gestürzt oder am zerfallen. Im umgebenden Wald werden auf größter Fläche die Bäume jung geerntet. Deshalb fehlt außerhalb der kleinflächigen Schutzgebiete der flächige „Nachwuchs“ an alten Baumgiganten. Nur wenige Bäume dürfen wirklich alt werden. Alte Wälder bzw. Naturwälder können so nicht entstehen, ja werden so verhindert.

Nach Aufhebung des Schutzstatus wurde ab November 2018 wieder mit Baumfällungen im „Hohen Buchenen Wald“ begonnen. Aufgrund großer Proteste der Naturschutzverbände wurden die Einschläge wieder eingestellt, aber es sind bereits die nächsten Hiebsmaßnahmen geplant. In den übrigen Wäldern der geplanten Nationalparkkulisse finden nach wie vor Holznutzungen statt. Ohne entsprechenden öffentlichen Druck und Unterstützung aus der Bevölkerung wird die Holznutzung auch im „Hohen Buchenen Wald“ wieder eingeführt und die dicken Bäume werden im großen Stil gefällt.

Im Jahr 2020 wurden unter dem Druck des Volksbegehrens Artenvielfalt Naturwaldflächen neu geschützt. Im Steigerwald wurde allerdings nicht die am besten geeignete Fläche „Hoher Buchener Wald“ ausgewählt, sondern ein mittelgroßes Gebiet ganz im Norden des Steigerwaldes. Vor kurzem kam noch ein Sammelsurium an Klein- und Kleinstflächen hinzu, die meisten unter zwei Hektar. Die bisher ausgewiesenen Flächen sind ungeeignet für eine Bewerbung um den Weltnaturerbetitel. Auch können sie ein großflächiges Naturwald-Schutzgebiet keinesfalls ersetzen. Die Chance, die wertvollen Buchenwälder endlich großflächig zu schützen, hat die Staatsregierung nun wiederum ungenutzt verstreichen lassen. Der BN intensiviert deshalb seine Anstrengungen im  Steigerwald einen Nationalpark einzurichten.

Dazu soll der Hohe Buchene Wald als Keimzelle dienen, damit sich auch in Bayern die ursprüngliche Waldnatur zumindest in einem größeren Laubwaldgebiet entwickeln kann.


Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Ulla Reck
Projektbüro Baumpatenschaften
Tel. 0 95 53 / 98 90 42
baumpaten-steigerwald@bund-naturschutz.de