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Ökologisch feiern

Planen Sie eine größeres Feier? Dann bieten Sie Ihren Gästen ein stilvolles und ökologisch einwandfreies Ambiente!

Eine Familie feiert bei Sonnenschein draußen im Garten. Ganz ohne Wegwerfgeschirr und mit gesundem Essen.
Mit Freunden oder der Familie feiern geht auch ökologisch. Beispielsweise draußen und ohne Wegwerfgeschirr (Foto: Monkey Business/fotolia.com)

Es beginnt schon mit der Einladung: Aufwendige Postkarten oder Briefe sollten besonderen Ereignissen vorbehalten bleiben wie runden Geburtstagen oder Hochzeiten. Das gute alte Telefon, E­Mail oder die gängigen Kommunikationsplattformen im Internet genügen ansonsten allemal.
Wie klimafreundlich die von Ihnen eingeladenen Gäste anreisen, können Sie nur wenig beeinflussen. Aber der Einzige mit dem Überblick über alle Anreisewege sind Sie selbst. Tipps für mögliche Fahrgemeinschaften wird Ihnen also niemand krumm nehmen, Ihre Gäste sparen beim Benzin oder als Gruppe beim Ticket. Oft scheitert die ökologisch richtige Anreise an dürftigen Nachtfahrplänen. Mit einem Gästebett oder einem Matratzenlager können Sie skeptische Freunde vielleicht doch für Bus oder Bahn gewinnen. Wenn Sie eine Feier mit weit verstreuten Gästen organisieren – ein Klassentreffen etwa –, sollten Sie den Veranstaltungsort jedenfalls möglichst verkehrsgünstig legen, denn dies erleichtert Ihren Gästen die Anreise und erspart der Umwelt CO2-intensive Fahrten in weit abgelegene Gegenden.

Biokost für Ihre Gäste

Egal, ob Sie selbst einladen oder nur ein kulinarisches Mitbringsel beisteuern: Vermeiden Sie den Sparreflex. Warum sollten an einem Festtag, zu dem Sie Freunde und Familie einladen, geringere Ansprüche gelten? Gesunde Biokost zählt heute zum Einmaleins der Gastfreundschaft und macht einen guten Eindruck.

Bieten Sie auch genügend fleischlose Gerichte und alkoholfreie Getränke an und bereiten Sie realistische Mengen zu. Soll Fleisch dabei sein, dann vermeiden Sie Billigware aus dem Selbstbedienungsregal der Discounter, die quasi immer aus Massentierhaltung mit Gentechnikfutter stammt. Halb gegrilltes Gemüse und Grillfleisch vom Bioladen oder von regionalen Weidetieren – damit stehen Sie in Sachen Tierschutz und Klimaschonung weit besser da.

Die Faustregel lautet: Pro Person genügen rund 500 bis 600 Gramm Essen – und zwar alles inklusive, von der Suppe bis zum Dessert. Bleiben trotzdem Reste bei Ihrer ökologischen Feier übrig, können Sie diese meist problemlos einfrieren oder den Gästen, die Sie eingeladen haben, mitgeben. Auch Ihren Nachbarn können Sie beispielsweise mit einem übrig gebliebenen Stück Torte eine Freude machen. Größere Mengen übriger Gerichte kann man auch an die Obdachlosenhilfe spenden, allerdings nur frisch und am selben Tag.

Kein Einweggeschirr verwenden

Ein Muss der stilvollen Esskultur und des ökologischen Feierns sind Porzellangeschirr, Gläser, Metallbesteck und Stoffservietten. Servicefirmen bieten in vielen Städten Mietgeschirr an, einschließlich eines Reinigungsservices. So sparen Sie sich viel Arbeit und Abfälle, was sich besonders am Morgen nach der Feier als Segen erweist. Leihgeschirr oder zumindest ausleihbare Gläser bekommen Sie zuweilen auch von örtlichen Vereinen oder dem Getränkemarkt.

Stellen Sie des Weiteren, falls Sie draußen feiern, keine künstlichen Wärmequellen auf. Ein Heizpilz auf der Terrasse produziert fast so viel klimaschädliches CO2 wie der Brenner Ihres Heizkessels im tiefsten Winter. Greifen Sie lieber zu Pullis, Decken und heißem Tee. Denn wie sagt eine bekannte Liedzeile? Sommer ist, wenn man trotzdem lacht.

Zehn Tipps zum ökologischen Feiern

  • Weisen Sie in der Einladung Ihre Gäste auf die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin.
  • Verzichten Sie auf üppige Wegwerf­deko.
  • Achten Sie bei Schnittblumen auf das FLP­Label.
  • Drosseln Sie rechtzeitig die Heizung: Zehn Personen wärmen wie ein 1000 Watt­Strahler.
  • Nutzen Sie statt Einweggeschirr einen Mietservice oder bieten Sie Fingerfood an.
  • Kaufen Sie nicht vermeidbares Einweggeschirr nur mit dem Label "kompostierbar".
  • Markieren Sie Gläser individuell mit Folienstift – das erspart Ihnen viel Spülarbeit und spart Wasser.
  • Kaufen Sie Getränke ökologisch möglichst in Mehrwegflaschen.
  • Werfen Sie Essensreste nicht in die Toilette oder den Restmüll, sondern in den Biomüll.
  • Kennzeichnen Sie Abfallbehälter zur Mülltrennung deutlich.

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