15 Jahre nach Fukushima: Kein Vergessen der Opfer und Betroffenen
15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima warnt der BUND Naturschutz in Bayern eindringlich vor einer Rückkehr zur Atomkraft. „Fukushima hat auf tragische Weise gezeigt, dass Atomkraft niemals vollständig beherrschbar ist. Das Risiko schwerer Unfälle bleibt – mit katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt. Der BUND Naturschutz erinnert an die vielen Todesopfer und die bis heute Betroffenen“, so der BN-Landesvorsitzende Martin Geilhufe.
Akiko Yoshida, Atomexpertin der BUND-Partnerorganisation FoE Japan, erklärt: „Auch 15 Jahre nach dem Reaktorunfall ist der nukleare Notstand in der Region noch immer nicht aufgehoben. Die Stilllegung des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi dauert weiterhin an, und mehr als 23.000 Menschen sind noch immer evakuiert. Gefährliche und teure Atomkraftwerke, deren Bau Jahrzehnte dauert, sind keine Lösung. Es ist gut, dass Deutschland den Ausstieg geschafft hat – und dabei muss es auch bleiben.“
Der BN betont zudem, dass auch kleine Atomkraftwerke, sogenannte Mini-Reaktoren, keine Lösung darstellen. „Sie sind teuer und schaffen neue Atommüllprobleme. Mini-Reaktoren als neue, smarte Lösung der Atomenergie zu verkaufen, geht komplett an der Realität vorbei“, so Geilhufe. „Von einem funktionierenden und wirtschaftlichen Kernfusionskraftwerk sind wir noch Jahrzehnte entfernt – wenn ein solches überhaupt kommt.“
Kritisch bewertet der BN auch aktuelle energiepolitische Weichenstellungen auf Bundesebene. „Der Rückkehr zu fossilen Energie- und Wärmesystemen durch die Bundesregierung muss die bayerische Staatsregierung ein klares Bekenntnis zu den Erneuerbaren Energien entgegensetzen“, fordert Geilhufe.
