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Wärmesektor

Voraussetzungen für das Energieszenario des BUND sind, dass 70 bis 80 % beim Wärmebedarf durch die Dämmung von Gebäuden sowie den Einsatz von Lüftung mit Wärmerückgewinnung, die Optimierung der Prozesswärme in Gewerbe und Industrie und den Einsatz effizienter Techniken zur Wärmeerzeugung eingespart werden müssen.

Foto: Tom Konopka

Die Gebäudestrategie der Bundesregierung zeigt auf, dass die Senkung des Heizwärmebedarfs mit der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Wärme kombiniert werden muss. Ein konkreter Umsetzungspfad ist jedoch offen, es fehlen effektive Instrumente, Hemmnisse werden nicht abgebaut. Der BUND spricht sich aus für Energieeffizienz, für KWK, für Solarthermie und auch für Wärmepumpen, wenn diese eine hohe Effizienz aufweisen. Welche Maßnahmen in welchem Fall eingesetzt werden sollten, kann nur eine organisierte Planung mit individuellen Sanierungsfahrplänen für Gebäude und einer verpflichtenden Wärmenutzungsplanung für die Quartiere einer Kommune aufzeigen.

Kernforderungen

  • Senkung des Gesamtwärmebedarfs
  • 100 % erneuerbare Wärme
  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Nutzung der Abwärme
  • Wärmepumpen
  • Solarthermie
  • Gebäudesanierung

Der BUND fordert, für alle Gebäude innerhalb von 10 Jahren verpflichtend einen Sanierungsfahrplan aufzustellen. Dieser führt auf, welche Maßnahmen innerhalb des Modernisierungszyklus baulich und technisch zu welchen Zeitpunkten anstehen und sich daher die Mehrkosten für höhere Standards wirtschaftlich darstellen werden.

Der BUND schlägt weiterhin die Einführung einer Pflicht zur "Rücklage zur Gebäudewerterhaltung" vor, einer Rücklage, wie es sie bei Eigentümergemeinschaften schon gibt. Dies stellt sicher, dass bei anstehender Sanierung bzw. bei möglichen Anschlüssen an Wärmenetze, die Hauseigentümer die Maßnahmen finanziell leisten können.

Bei der Zusammenführung von Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) sollten weiterhin hohe Anforderungen an den Heizwärmebedarf angelegt werden, wenn erneuerbare Energien verwendet werden. Als wichtiger Schritt gilt die Vorbereitung für eine 100 %ige Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien, die auch schrittweise umgesetzt werden kann.

Die Bilanz der Erzeugung und Nutzung von Wärme sieht im BUND-Szenario folgendermaßen aus. Auf der einen Seite steht eine deutliche Senkung des Gesamtwärmebedarfs, auf der anderen Seite konzentriert sich die Wärmebereitstellung auf die wesentlichen Techniken, KWK-Abwärme, Wärmepumpen, Solarthermie sowie Stromwärme für Prozesswärme.

 Mehr Informationen: Zukunftsfähige Energieversorgung