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Alpenplan am Riedberger Horn wieder hergestellt

Das bayerische Kabinett hat am 30. April beschlossen, den Alpenplan am Riedberger Horn wieder in Kraft zu setzen. Damit ist das Riedberger Horn endlich wieder Teil der höchsten Schutzzone des Alpenraums. Der BUND Naturschutz begrüßt diese Entscheidung als wichtigen Schritt für den Schutz der Alpen.

30.04.2019

"Die Bewahrung dieses einzigartigen Naturraums ist ein großer Erfolg für Natur und Artenvielfalt und der bayerischen Naturschutzverbände, die sich jahrelang gegen den Pistenbau gewehrt haben", freut sich Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz. "Wir begrüßen, dass die Staatsregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag wahr gemacht hat, die Änderungen am Alpenplan rückgängig zu machen."

Im März 2018 trat die umstrittene Änderung am Alpenplan in Kraft, welche die Skischaukel am Riedberger Horn ermöglichen sollte. "Es ist dem ausdauernden breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis vor Ort und Bayernweit zu verdanken, der bis zu den politischen Entscheidungsträgern nach München geschallt hat", bekräftigt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz. "Das Einlenken der Staatsregierung ist ein Beleg für die hohe Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischen Diskurses".

"Der Alpenraum ist einer der sensibelsten Naturräume Bayerns", betont Richard Mergner. Der BUND Naturschutz setzt sich beständig dafür ein, ökologisch nachhaltige und langfristige Strategien zu entwickeln, wie dieser Naturraum nachhaltig voran gebracht und in seiner ursprünglichen Schönheit erhalten werden kann. "Es muss für den Erhalt dieses Naturschatzes beachtet werden, nicht nur einzelne Verkehrsprojekte, sondern Gesamtkonzepte zu entwickeln".

Das bayerische Kabinett wollte eine heftig kritisierte Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu ermöglichen. Da das Gebiet in der strengsten Alpen-Schutzzone liegt, hatte die Regierung dafür eigens das Landesentwicklungsprogramm (LEP) und damit auch den Alpenplan geändert. Das LEP regelt räumliche die Ordnung und Entwicklung in Bayern, der Alpenplan stellt das wichtigste Schutzinstrument für die Natur der Alpen dar. Der BUND Naturschutz hatte diesen Schritt massiv kritisiert.

Angesichts des öffentlichen Drucks hatte Ministerpräsident Markus Söder dann aber im April 2018 verkündet, auf den Bau der Skischaukel für mindestens zehn Jahre verzichten zu wollen. Für den Tourismus vor Ort sollte stattdessen nach naturverträglichen Lösungen gesucht werden. Ungeachtet dessen hatte das Landratsamt Oberallgäu aber im September 2018 den Neubau der Hörnlebahn im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn genehmigt. DIe Wiederherstellung des Alpenplans am Riedberger Horn ist daher ein wichtiger Schritt für den Schutz des Berges vor diesem und weiteren Angriffen.