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BN warnt vor Ausbeutung wertvoller Trinkwasserreserven im Landkreis Traunstein

Adelholzener hat eine erneute Genehmigung für die Entnahme großer Mengen besonders reinen Grundwassers beantragt. Der BN hat dazu jetzt eine Stellungnahme abgegeben und kritisiert die kommerzielle Verwendung des sehr wertvollen Tiefengrundwassers.

09.01.2026

Die Adelholzener Alpenquellen GmbH will unterhalb des Bergener Moos im Landkreis Traunstein für weitere 25 Jahre wertvolles Tiefengrundwasser fördern. Der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe erklärt: „Das Wasser dort ist extrem rein und frei von Schadstoffen wie PFAS, Nitrat oder Mikroplastik. Die Vorkommen sind unsere eisernen Reserven für Zeiten zunehmender Trockenheit und möglicher Verunreinigungen. Im Klimawandel ist völlig offen, ob und in welchem Umfang sich solche Tiefengrundwasservorkommen überhaupt noch neu bilden. Grundwasser gehört uns allen. Es darf kein kostenloser Rohstoff für ein Unternehmen mit internationalen Absatzmärkten sein!“

Ein Teil des entnommenen Wassers ist zudem als Brauch- und Prozesswasser vorgesehen. So soll es beispielsweise in die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Bergen eingespeist werden. „Es kann nicht sein, dass mit hochwertigem Mineralwasser Toiletten gespült werden, während die Gemeinde Bergen offenbar kein Interesse daran hat, eigene Brunnen zu erschließen“, kritisiert die stellvertretende Landesvorsitzende und Kreisgruppenvorsitzende aus Traunstein Beate Rutkowski. „Hier vermischen sich privatwirtschaftliche und kommunale Interessen, die eigentlich klar voneinander getrennt sein sollten.“  

Der BN weist darauf hin, dass das Landratsamt verboten hat, Tiefengrundwasser als Prozesswasser zu verwenden. Adelholzener versucht nun darzulegen, dass es sich bei dem beantragten Wasser gar nicht um Tiefengrundwasser handelt. „Diese Frage ist zentral und muss transparent und fachlich unabhängig geklärt werden. Im Zweifel muss der Schutz unserer Trinkwasserressourcen Vorrang haben“, so Rutkowski.

Problematisch in diesem Zusammenhang: Sämtliche Gutachten und Unterlagen sind im Auftrag von Adelholzener erstellt worden. „Die Auswirkungen einer solchen Wasserentnahme müssen zwingend unabhängig geprüft werden – etwa durch das Landesamt für Umwelt“, fordert Rutkowski abschließend.