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Lasst den jungen Wolf am Leben !

Bund Naturschutz bittet Verantwortliche und Öffentlichkeit im Nationalpark Bayerischer Wald um Akzeptanz von Wildtieren

14.06.2002

Der Bund Naturschutz ist zutiefst enttäuscht über den Abschuss eines der beiden ausgebrochenen Jungwölfe im Nationalpark Bayerischer Wald."Wir bedauern, dass anscheinend wieder geweckte Urängste vor dem Wolf und öffentlicher Druck die Nationalparkverwaltung zur Abschussfreigabe gezwungen hat und der erste Jungwolf sein Leben lassen musste", so Richard Mergner, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz.

Während die Menschen in angrenzenden Ländern wie Tschechien, Polen oder Rumänien große Wildtiere wie dem Wolf in ihrem Alltag akzeptiert hätten und erste Wölfe in freier Natur auch schon in Brandenburg aufgetaucht seien, drohe im Bayerischen Wald ein Rückschlag.

Der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz, Prof. Hubert Weiger, appellierte an die Verantwortlichen im Nationalpark und die zuständige Jagdbehörde, "die Abschussfreigabe zu wiederrufen und den zweiten Jungwolf lebend einzufangen". "Wir werben für die Akzeptanz in der Bevölkerung, denn die ohnehin nicht aufzuhaltende Zuwanderung der Wölfe nach Westen ist nicht mit der Flinte sondern nur mit breiter Information über die Lebensweise der Wölfe zu erreichen, so Weiger.

Nach Ansicht des Bund Naturschutz geht von dem noch freilaufenden Wolf eine derart geringe Gefahr für den Menschen aus, dass eine Verlängerung der Gnadenfrist und der Fangversuche allein aus Tierschutzgründen vertretbar ist.


Für Rückfragen:
Richard Mergner
Tel.: 0911-8187825