Rotwildbestände dürfen nicht weiter ansteigen!
Der BUND Naturschutz in Bayern nimmt Stellung zur gestrigen Pressemitteilung von Jagdminister Hubert Aiwanger, der die Rotwildfütterung ausweiten will.
Der BUND Naturschutz in Bayern kritisiert die neuen Regelungen zum Rotwildmanagement, die Jagdminister Hubert Aiwanger auf den Weg gebracht hat. „Wir sehen mit sehr großer Sorge, dass die Rotwildbestände in vielen Gebieten zu hoch sind und sich in weitere Gebiete ausbreiten“, so Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BN. „Anstatt hier gegenzusteuern, weitet Jagdminister Aiwanger die Fütterungsmöglichkeiten aus, was die Rotwildbestände noch weiter anwachsen lässt. Nach der neuen Verordnung wird es sogar möglich, außerhalb von Wintergattern Rotwild bis in den Mai hinein zu füttern, auch wenn gar keine Notzeit herrscht. Wir sehen mit großer Sorge, dass Aiwanger unsere Wälder künstlich hochgezüchteten Rotwildbeständen unterordnet. "
Der BN kritisiert dieses Rotwildmanagement, das eine haustierähnliche Haltung ausweitet und die trophäenlastige Bejagung nicht begrenzt: „Das wird weder unserer größten heimischen Wildtierart – Betonung liegt auf ‚wild‘, noch unseren Wäldern gerecht. Denn wenn die Wälder zu Weideflächen für das Rotwild degradiert werden, werden die Wälder mit ihren wichtigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen ruiniert.“
Aus Sicht des BN steht diese waldschädliche Verordnung des Jagdministers Aiwanger in klaren Widerspruch zu seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten und deren Pflicht zu vorbildlichem Waldmanagement.



