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Wassertränken jetzt aufstellen

Wenn Pfützen, Teiche und andere natürliche Wasserstellen zufrieren, wird es für Wildvögel und andere Tiere wie Eichhörnchen schwierig, ausreichend Trinkwasser zu finden. Der BUND Naturschutz (BN) ruft deshalb dazu auf, Gärten und Balkone auch im Winter mit Wassertränken auszustatten.

05.01.2026

Viele denken im Winter an Futter, aber kaum jemand an Wasser“, erklärt Dr. Christine Margraf, Artenschutzreferatsleiterin des BUND Naturschutz (BN). „Arten, die überwiegend trockene Sämereien fressen, wie beispielsweise Meisen- und Finken, sind besonders auf Wasser angewiesen.”

Fehlt unseren Gartentieren im Winter der Zugang zu offenem Wasser, müssen sie oft weite Strecken zurücklegen oder gezielt nach eisfreien Stellen suchen. Das kostet wertvolle Energie und kann bei Frost schnell lebensgefährlich werden. Schon eine flache Schale mit frischem Wasser reicht häufig aus und sollte an einem gut einsehbaren Ort stehen, damit sich Vögel bei Gefahr schnell in Sicherheit bringen können. Nahegelegene Hecken oder dornenbesetzte Sträucher bieten dabei ideale Rückzugsorte.

Nicht nur Vögel sind im Winter auf Trinkwasser angewiesen. Auch Eichhörnchen profitieren von offenen Wasserstellen, denn wie viele Vögel gewinnen sie zwar einen Teil des Wassers aus ihrer Nahrung, doch gerade im Winter reichen diese Mengen oft nicht aus. Wassertränken am Boden oder auf niedrigen Mauern werden von ihnen ebenso genutzt wie von anderen Kleinsäugern. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden – aus hygienischen Gründen und weil es nachts meist erneut zufriert. Saubere Trinkstellen helfen zudem, die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.

Übrigens: Offene Wasserstellen werden im Winter nicht nur zum Trinken genutzt. Manche Vögel baden bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, um ihr Gefieder zu reinigen und Parasiten loszuwerden. 

„Wer seinen Garten oder Balkon mit einer kleinen, sicheren Wasserstelle ausstattet, hilft vielen Wildtieren durch die kalte Jahreszeit“, betont die Artenschützerin. „Sauberes Wasser ist im Winter genauso lebenswichtig wie Futter.“