25 Jahre Donaufest
Dass Bayerns großer Strom in Niederbayern von Staustufen und Kanalwände verschont blieb, ist dem jahrzehntelangen, massiven Protest der Bevölkerung zu verdanken. Erst im Februar 2013 entschied sich die bayerische Staatsregierung für einen ökologisch optimierten, sanften Ausbau.
Beim Jubiläums-Donaufest in Niederalteich blickte Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND Naturschutz, zurück auf die Geschichte des Widerstandes: „Die niederbayerische Donau ist Lebensader für Natur und Mensch. Dass dieser Naturschatz frei fließen kann ist der Erfolg jahrzehntelanger Arbeit des BN und aller Umweltverbände Bayerns und es ist ein Erfolg unserer ganzen Zivilgesellschaft – darauf kann man zu Recht stolz sein!“
Eine Reihe von Freundinnen und Freunden der Donau, die sich viele Jahre lang mit Herzblut für „ihren“ Fluss engagiert hatten, erhielten aus den Händen von Hubert Weiger eine Auszeichnung.
Martin Geilhufe sprach zum ersten Mal als Vorsitzender des BUD Naturschutz auf dem Donaufest und verglich die politische Situation damals und heute: „Die Rettung der frei fließenden Donau ist einer der größten Erfolge der Naturschutzbewegung. Es gab zwei Grundvoraussetzungen dafür: starke Naturschutzgesetze und ein demokratischer Rahmen, der es der Zivilgesellschaft ermöglichte, den Interessen der Allgemeinheit Geltung zu verschaffen. Beides ist heute in Gefahr. Denn wir erleben in diesen Monaten auf fast allen politischen Ebenen einen Generalangriff auf Natur, Umwelt, Klima und die Rechte der Zivilgesellschaft. Deshalb müssen wir uns gegen diesen Angriff wehren und uns für die Erhaltung demokratischer Beteiligungsrechte einsetzen.“
Zur Erinnerung an den Initiator des Festes, den ehemaligen Deggendorfer BN-Kreisvorsitzenden Dieter Scherf, wurde an der Fähranlegestelle ein Gedächtnisbaum gepflanzt. Dieser steht auch für den Einsatz aller Aktiven für den Erhalt der frei fließenden Donau.



