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BN-Erfolg: Teilabschnitt der A8 wird nicht ausgebaut

BN kämpft seit Jahren gegen den Ausbau. Statt dreispurigem Aus- und Neubau bleibt es bei zwei Spuren plus neuem Standstreifen. BN fordert Lärmschutzmaßnahmen und Tempolimit. Straßenausbau führt zu mehr Verkehr und mittelfristig nicht zu Entlastungen.

10.08.2026

Der BUND Naturschutz in Bayern hat mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die A8 zwischen Grabenstätt und der österreichischen Landesgrenze nun doch nicht dreispurig ausgebaut wird. Laut Autobahngesellschaft sollen dort lediglich Standstreifen hinzugefügt werden (siehe Berichterstattung hier). 

Die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Traunstein und stellvertretende Landesvorsitzende Beate Rutkowski kommentiert: „Fast 20 Jahre hat unsere Kreisgruppe gegen den überdimensionierten A8-Ausbau mit drei Fahrspuren plus Standstreifen in jede Richtung gekämpft. Nun wird endlich unsere Forderung nach einem 4+2-Ausbau umgesetzt. Das bedeutet: Weniger Flächenverbrauch und Eingriffe in Natur- und Landschaft und wesentlich geringere Kosten für den Steuerzahler.“ 

Rutkowski weiter: „Wir fordern jedoch nach wie vor, dass auch bei einem reduzierten Ausbau Lärmschutzmaßnahmen für die betroffenen Gemeinden wie z.B. Siegsdorf umgesetzt werden. Außerdem muss es ein Tempolimit von 120 km/h geben, um die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu verbessern sowie Lärm- und Abgasemissionen zu reduzieren.“ 

Der BUND Naturschutz kämpft seit vielen Jahren gegen die klima- und naturzerstörenden Pläne für den A8-Ausbau. Gegen den Ausbauabschnitt zwischen Achenmühle und Bernauer Berg hat der BN 2024 Klage eingereicht (siehe hier), die mündliche Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig ist Anfang Januar. „Der gesamte A8-Ausbau ist das klimaschädlichste bayerische Projekt im Bundesverkehrswegeplan, das noch nicht umgesetzt ist. Zudem schädigt der Ausbau sensible Schutzgebiete und verursacht hohe Baukosten“, so der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe.

„Dass sich die Autobahngesellschaft nun zumindest auf einem Teilabschnitt im Osten gegen die dritte Spur entschieden hat, ist ein wichtiger Erfolg“, so Geilhufe weiter. „Wir hoffen auf die Vernunft der Entscheidungsträger, auch die übrigen Ausbaupläne zu begraben. Verkehrsexperten wie Prof. Dr. Klaus Bogenberger von der TU München sind sich sicher, dass ein Ausbau nur zu noch mehr Verkehr führen wird und die Situation nach kurzer Zeit genau so ist, wie vorher.“ 

Die Aussagen von Prof. Klaus Bogenberger sind im BN-Podcast nachzuhören (ab Minute 8:50).