Was interessiert Sie besonders?

Zur Startseite

Eichhörnchen beobachten und melden

Themen

  • Übersicht
  • Klimakrise

Tiere und Pflanzen

BN fordert klare Umweltkriterien für Seilbahnförderung

BUND Naturschutz begrüßt das Ende der Förderung von Kunstschneeanlagen in den Seilbahn-Richtlinien. Forderung: öffentliche Gelder nur für Bestandserhalt, nicht für Kapazitätsausbau. Gute ÖPNV-Anbindung muss Voraussetzung für Förderung sein.

15.01.2026

Der BUND Naturschutz in Bayern sieht nach der Ankündigung von Tourismusministerin Michaela Kaniber zur Fortführung der Seilbahnförderung positive Signale. „Erfreulich ist, dass technische Beschneiungsanlagen künftig nicht mehr über die Seilbahn-Richtlinien gefördert werden sollen. Das ist ein längst überfälliger Schritt“, erklärt der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe. „Allerdings darf man nicht verschweigen, dass Kunstschneeanlagen über andere Förderprogramme weiterhin unterstützt werden. Ein echter Kurswechsel sieht anders aus.“

Grundsätzlich stellt sich der BN nicht gegen den Erhalt bestehender Seilbahnen. Entscheidend sei jedoch, dass öffentliche Gelder ausschließlich für den Bestandserhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen eingesetzt werden – nicht für den Ausbau von Kapazitäten oder neue touristische Erschließungen. „Ein gutes Beispiel ist die Hörnlebahn bei Bad Kohlgrub: Dort wird derzeit der Bestand erhalten und modernisiert, ohne zusätzliche Eingriffe in Natur und Landschaft. Genau diesen Weg sollte die Staatsregierung konsequent weitergehen“, so Geilhufe.

Als zentrales verpflichtendes Kriterium für jede Seilbahnförderung fordert der BN zudem einen guten Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr. „Es ist nicht vermittelbar, mit Steuergeld Infrastruktur zu fördern, die fast ausschließlich mit dem Auto erreicht wird. Wer Seilbahnen unterstützt, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass Gäste und Einheimische klimafreundlich anreisen können“, so Geilhufe. „Eine echte Zukunftsperspektive für den Tourismus in den Alpen gibt es nur mit klaren ökologischen Leitplanken.“


Für Rückfragen:
Felix Hälbich
Pressesprecher, Referent für Medien und Kommunikation
Tel. 089 / 514 69 7611; 0171 / 337 54 59
E-Mail: felix.haelbich@bund-naturschutz.de

Hintergrundinformation BUND Naturschutz:
Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) ist mit 269.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.