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Hummel-Challenge Frühjahr 2026 - Großer Erfolg mit tausenden Meldungen

So viele Menschen wie nie zuvor haben im Frühjahr per App Hummeln gemeldet. Die Teilnehmenden haben dadurch wichtige Erkenntnisse zur Vielfalt der Hummeln in Bayern und Deutschland geliefert.

15.04.2026

Mehr als 5.200 Naturfreund*innen haben sich im Frühjahr 2026 an der Hummel-Challenge des BUND Naturschutz (BN) und des Thünen-Instituts beteiligt. Innerhalb von nur drei Wochen wurden rund 16.600 Hummel-Beobachtungen über Observation.org und die App ObsIdentify gemeldet – etwa 45 Prozent mehr als im Vorjahr! Die hohe Beteiligung ist besonders bemerkenswert, da die Frühjahrsrunde witterungsbedingt meist weniger Beobachtungen liefert als die Sommer-Challenge.

Insgesamt wurden 18 Hummelarten- und Artengruppen erfasst, darunter auch seltene und gefährdete Arten wie die Grashummel (entdeckt in NRW), die Mooshummel (aus Niedersachsen) sowie Heide- und Berglandhummel (aus Bayern). Die Funde bestätigen, dass engagierte Bürger*innen zunehmend auch anspruchsvoll zu bestimmende und seltene Arten dokumentieren.

„Die Beteiligung zeigt, wie groß das Interesse an Wildbienen und ihrer Bedeutung für intakte Ökosysteme ist“, so Martina Gehret, Projektleiterin beim BUND Naturschutz. „Jede Meldung trägt dazu bei, die Vielfalt und Verbreitung unserer Hummelarten besser zu verstehen.“

Besonders häufig wurden Vertreter der Erdhummel-Gruppe gemeldet, die für ihre Robustheit gegenüber kühlen Temperaturen bekannt sind. Auch Wiesen-, Acker-, Stein-, Garten- und Baumhummeln wurden vielfach beobachtet. Die gesammelten Beobachtungen fließen nun in die wissenschaftliche Auswertung des Thünen-Instituts ein.

„Die Daten der Challenge alleine lassen uns noch keine belastbaren Bestandstrends von Hummeln ableiten, stellen aber eine sehr wichtige und wertvolle Ergänzung zu der strukturierten Datenerfassung aus dem Hummel-Monitoring des Thünen-Instituts dar. Die Challenge verschafft uns aber einen sehr guten Überblick zu dem Vorkommen und der Verbreitung von Hummeln in Deutschland“, sagt Dr. Sophie Ogan vom Thünen-Institut. „Gerade vor dem Hintergrund von Klimawandel, Habitatverlust und veränderter Landnutzung sind langfristige Datenerhebungen von großer Bedeutung.“

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der regionalen Beteiligung: Die meisten Meldungen stammen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern, gefolgt von Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg. In den östlichen Bundesländern ist die Beteiligung bislang deutlich geringer – trotz artenreicher Landschaften. „Um ein möglichst vollständiges Bild der Hummelverbreitung zu erhalten, brauchen wir mehr Meldungen aus bislang unterrepräsentierten Regionen“, betont Gehret. „Jede Beobachtung zählt – ob im Garten, auf dem Balkon oder am Feldrand.“

 

Ausblick: Sommer-Challenge 2026

Die nächste Runde der Hummel-Challenge findet vom 20. Juni bis 3. Juli 2026 statt. Interessierte können ihre Beobachtungen erneut über die App ObsIdentify melden und so aktiv zur Forschung und zum Schutz von Bestäubern beitragen.
 

Weitere Informationen: www.bund-naturschutz.de/hummel-challenge

Ergebnisse: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge/ergebnisse-des-jahres-2026