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Wärmewende in Bayern: Bayerns Großstädte rechnen mit Gasausstieg

Eine BUND-Auswertung kommunaler Wärmepläne zeigt: Auch Bayerns Großstädte setzen bei der künftigen Wärmeversorgung vor allem auf Wärmepumpen und Fernwärme statt auf fossiles Gas. Der BUND Naturschutz fordert konkrete Zeitpläne für den Gasausstieg und mehr Planungssicherheit für die Bevölkerung.

04.11.2026

München, 04.11.2026 - Die Wärmewende nimmt in Bayern Gestalt an. Eine bundesweite Auswertung des BUND zeigt, dass fossiles Gas in den Zukunftsplänen der untersuchten Großstädte kaum noch eine Rolle spielt. Auch in Bayern zeichnet sich dieser Wandel ab: In den acht bayrischen Großstädten soll laut kommunalen Wärmeplänen in Zukunft vor allem mit Fernwärme und Wärmepumpen geheizt werden, Erdgas soll keine Rolle mehr spielen. Dabei soll der Wärmebedarf durch Sanierungen um 29% sinken; grüne Gase sollen nur eine kleine Rolle spielen.

„Die bayerischen Städte zeigen, dass der Abschied vom fossilen Gas längst geplant wird. Jetzt müssen aus diesen Plänen konkrete Maßnahmen werden. Wer heute eine neue Heizung braucht, muss wissen, welche Wärmeversorgung vor Ort künftig verfügbar und bezahlbar sein wird. Die Menschen brauchen Planungssicherheit statt immer neuer Debatten über die Zukunft der Gasheizung“, erklärt der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe.

Ein entscheidender Punkt ist dabei die Zukunft der Gasnetze. Denn während in den Zielszenarien Einigkeit herrscht, dass in den Haushalten Gase nur noch eine kleine Rolle spielen werden, fehlt es an konkreten Schritten für eine geordnete Stilllegung der Netze. Doch mit immer weniger Gasheizungen müssen auch immer weniger Verbraucher die hohen Kosten des Netzes stemmen. Es droht ein chaotisches und teures Ende.

In Augsburg, Erlangen und Nürnberg gibt es darum bereits erste Schritte in Richtung einer geordneten Stilllegung von zumindest Teilen des Netzes, doch fehlen noch konkrete Maßnahmen und verbindliche Zeitpläne. In den anderen fünf bayrischen Großstädten wurden noch keine Aussagen zu einer Stilllegung kommuniziert. Der BN fordert, den schrittweisen Gasausstieg frühzeitig und transparent zu organisieren. Wasserstoff und andere erneuerbare Gase sind für die Beheizung privater Wohngebäude aufgrund ihrer begrenzten Verfügbarkeit und hohen Kosten keine realistische Alternative.