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Wilde Pflanzen vor der Tür

In unserer meist bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden die Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. „Wilde Ecken“ in Dörfern und Städten gewinnen damit als Rückzugsgebiete zunehmend an Bedeutung.

Weg zum Haus mit vielen Wilden Pflanzen
Foto: Scherf

Straßen- und Wegränder, Mauern und Zäune, offene Böden, Schuttplätze oder Brachflächen bieten dort einer ganzen Reihe besonders anpassungsfähiger Pflanzen gute Lebensbedingungen.
Diese „Ruderalpflanzen“ sind kein „Unkraut“, sondern Multitalente! Sie besiedeln vom Menschen
geschaffene, aber nicht genutzte Standorte - sogenannte Ruderalstellen (vom lateinischen „Rudus“ = Schutt, Mörtel).
Das Dulden „wilder Gesellen“ ist keineswegs ein Zeichen von Nachlässigkeit.
Der Natur eine Chance geben, heißt Mut zu einer vielfältigen natürlichen Ästhetik aufzubringen statt mit einem monotonen Rasen langweiligen Schönheitsvorstellungen zu folgen.



Ruderalpflanzen sind gut für Mensch und Tier:

  • Pflanzen im Siedlungsbereich binden Staub und schützen offene Böden vor Austrocknung und Erosion.
  • Wildpflanzen begleiten uns als Teil der Stadtnatur durchs Jahr. Mit ihrer Farbenpracht und Formenvielfalt sind Ruderalpflanzen auch optisch ein Genuss!
  • Die trocken-warmen Ruderalflächen mit ihrer Pflanzenvielfalt sind damit ein Paradies für insektenfressende Tierarten wie z.B. Spinnen, Fledermäuse, Spitzmäuse, Eidechsen oder viele Vögel.

Diese Ausstellung wird vom Bayerischen Umweltministerium gefördert.

Umfang und Verleih

Die Ausstellung besteht aus 9 handlichen Rollups.
Der Transport ist mit einem normalen Kfz möglich.

Nur für den Innenbereich geeignet!

Es fallen keine Kosten für die Ausleihe an.

Ansprechpartner:
BN Landesgeschäftsstelle
Anja Kossa
Dr.-Johann-Maier-Str. 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 22
anja.kossa@bund-naturschutz.de