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BUND und Bund Naturschutz loben historische Entscheidung des Bundestages für naturverträglichen Donauausbau

Als historisches Signal für den naturverträglichen Flussausbau in ganz Deutschland sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

07.06.2002

mit seinem größten Landesverband Bund Naturschutz in Bayern die heutige Entscheidung des Deutschen Bundestages für die umweltschonende flussbauliche Variante beim Donauausbau. "Die Entscheidung der Koalitionsfraktionen von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen erhält nicht nur ein Stück unersetzbarer bayerischer Heimatnatur, sondern bekräftigt auch den Willen der Bundesregierung europäisches Naturschutzrecht konsequent zu vollziehen", urteilt Prof. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern.

Nach jahrelangem Kampf gegen eine Allianz aus Bauindustrie, bayerischer Staatsregierung und einzelnen Schifffahrtslobbyisten habe sich eine gute Kompromisslösung durchsetzen lassen. Gegenüber der vorgesehenen Staustufenlösung würden auch über 400 Millionen Euro eingespart. Auch für die Initiativen an Elbe, Havel oder Saale, die sich für naturverträgliche Lösungen zur Erhaltung der letzten unzerstörten Flussauensysteme in Deutschland einsetzen, sei der heutige Tag ein hoffnungsvolles Signal.

BUND und BN begrüßten die Erklärung von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig schon in Kürze ein Raumordnungsverfahren ausschließlich für die umweltverträgliche Variante A ohne Staustufen einzuleiten. Damit könne der Schifffahrt rascher geholfen werden als mit Staustufen und einer Flusszerstörung, die keine Akzeptanz bei der Mehrheit der Bevölkerung habe. An den Kanzlerkandidaten und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber appellierte Weiger, die Mehrheitsentscheidung mit zutragen und seine bisherige Blockadehaltung aufzugeben.

Für den Bund Naturschutz sei diese Entscheidung einer der größten Erfolge der fast 90-jährigen Verbandsgeschichte, welcher auch auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den bayerischen Naturschutzverbänden Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz mit den örtlichen Bürgerinitiativen und auf eine breite Allianz mit anderen Organisationen wie Naturfreunde, Kanuverband, Landesfischereiverband, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Deutscher Alpenverein, Bauernverband und Jägerorganisationen zurückgehe.


Für Rückfragen:

Richard Mergner
Bund Naturschutz Verkehrsreferent
Tel.: 0911-8187825

Tilman Heuser
BUND Verkehrsreferent
Tel.: 030-27586435