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Höchstspannungstrasse zerstört Lebensräume - BUND Naturschutz und Bürgerinitiative fordern Planungsstopp für Fulda-Main-Leitung

Höchstspannungstrasse „Fulda-Main-Leitung“ nicht nötig. Trasse würde wertvolle Lebensräume zerstören. Waldrodungen entlang der Vorzugstrasse an A7 belasten Anliegergemeinden mit Lärm.

10.12.2021

Aktuell wurde das Genehmigungsverfahren für die umstrittene Höchstspannungsleitung von Dipperz nach Bergrheinfeld, auch als Fulda-Main-Leitung/P43 bekannt, eröffnet. Der Vorzugskorridor verläuft entlang der A7. „Dies hätte zur Folge, dass Waldflächen gerodet werden müssten, die für viele Gemeinden entlang der Autobahn als Lärmschutz unverzichtbar sind und wertvolle Lebensräume darstellen“, kritisiert Franz Zang, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Bad Kissingen die Planung. „Insbesondere die Stadt Bad Brückenau mit ihren Stadtteilen Volkers und Römershag wäre stark betroffen“, warnt Ingo Queck, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Sinntal gegen die Stromtrasse e.V.“.

Weitere kritische Situationen entstehen entlang der gesamten Strecke im Landkreis Bad Kissingen, so bei Speicherz, bei Schildeck, zwischen Schondra und Singenrain, bei Oberthulba, bei Elfershausen und schließlich zwischen Machtilshausen und Langendorf. Aber auch die Alternativtrassen durch den Landkreis Main-Spessart würden zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bereich des Wald-, Boden-, Arten-, Klima-, Wasser- und Landschaftsschutzes führen. Vor allem das Sinntal mit seinem Naturschutzgebiet „Sinngrund“ wäre massiv betroffen.

„Für eine Energiewende ist die Fulda-Main-Leitung auch nicht nötig“, so Michael Remy, Referent für Energie und Klimaschutz beim BUND Naturschutz. „Die Planung ignoriert eine dezentral organisierte Energiewende und erhöht die Stromkosten durch den teuren Leitungsbau!“

„Der BUND Naturschutz fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des gesamten Netzentwicklungsplans und eine grundlegende gesetzliche Änderung der gesamten Systematik der Energieübertragungsplanung. Bis dahin müssen die geplanten Projekte, wie die Fulda-Main-Leitung, ruhen, um ihren Bedarf mit der Einrechnung ihrer Kosten neu zu überprüfen“, so Steffen Jodl, BN-Regionalreferent für Unterfranken.