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Feuersalamander melden und schützen
Sie haben einen Feuersalamander entdeckt? Bitte sagen Sie uns, wo! So helfen Sie uns, mehr über die Verbreitung der Feuersalamander herauszufinden. Je mehr wir über die Tiere wissen, umso besser können wir sie und ihre Lebensräume schützen. Machen Sie mit!
- document.getElementById('c257615').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">1 Feuersalamander melden
- document.getElementById('c257614').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">2 Feuersalamander-Karte: alle gemeldeten Beobachtungen
- document.getElementById('c257617').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">3 Feuersalamander schützen: Was können wir tun?
- document.getElementById('c257613').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">4 Artenhilfsprojekt Feuersalamander
Feuersalamander melden
Mit den Feuersalamander-Meldungen können wir gegebenenfalls auch neue Ausbruchsorte des Salamanderfresserpilzes Bsal ermitteln. Hinweise auf einen möglichen Befall sind kreisrunde Löcher in der Haut. Alternativ zum Meldeformular können Sie uns auch gerne Mail Bescheid geben: projekt@feuersalamander-bayern.de. Vielen Dank!
Speichern = Absenden des Fundes. Durch Zoomen und Anklicken können Sie den Fundort anpassen. Klicken Sie auf Speichern, um den Meldevorgang abzuschließen. Vielen Dank.
Grüner Pfeil = Standort bestimmen. Durch Klicken auf einen der beiden grünen Pfeile kann Ihr Standort automatisch als Fundort in das Meldeformular übernommen werden, wenn auf Ihrem Smartphone das GPS aktiviert ist. D.h. man erhält den Standort auf der Karte.
Feuersalamander-Karte: alle gemeldeten Beobachtungen
Wo in Bayern wurden schon Feuersalamander gemeldet? Die Karte zeigt es Ihnen!
Feuersalamander schützen: Was können wir tun?

Stabile Populationen erhalten
Sorgen wir für intakte Lebensräume des Feuersalamanders, damit dort große, gesunde Populationen leben können. Das betrifft Fortpflanzungsgewässer ebenso wie Landlebensräume, und nicht zuletzt die gefährdeten Wanderwege der Feuersalamander.
Wege nicht verlassen
Bleiben Sie im Wald möglichst auf den ausgewiesenen Wegen und Pfaden, lassen Sie Ihren Hund an der Leine und betreten Sie Bäche und Tümpel nicht.
Amphibien nicht anfassen
Vermeiden Sie es, Feuersalamander oder andere Amphibien anzufassen, so vermeiden Sie es den Hautpilz Bsal oder andere Krankheiten zu übertragen. Die Haut der Tiere ist zudem ein empfindliches Organ, das leicht geschädigt werden kann.
Desinfektion
Wenn Sie sich einer Region aufhalten, die als Lebensraum für den Feuersalamander in Frage kommt: Reinigen Sie Ihre Schuhe gut und desinfizieren Sie diese wenn möglich mit 70%igem Ethanol, bevor Sie das Feuersalamandergebiet verlassen. So verhindern Sie, den Pilz ungewollt zu übertragen.
Artenhilfsprojekt Feuersalamander

Das Artenhilfsprogramm (AHP) Feuersalamander in Bayern lief von 2021 bis 2024. Es war ein Gemeinschaftsprojekt von BUND Naturschutz (BN), Landebund für Vogelschutz (LBV) und Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz Bayern (LARS) zur Rettung des Feuersalamanders.
In dem Projekt ging es vor allem darum, den gefährlichen Hautpilz Bsal zu bekämpfen und den Lebensraumverlust durch Maßnahmen wie Laichgewässerrenaturierung, Larvenmonitoring und Öffentlichkeitsarbeit zu bremsen.
- Lebensraum „Laichhabitate“ von Feuersalamandern verbessern: Feuersalamander benötigen Quellbäche in denen sich ihre Larven entwickeln. Solche in Bayern ohnehin seltenen und gefährdeten Lebensräume sollen durch verschiedene Maßnahmen geschützt werden. Dazu zählt etwa die Renaturierung von naturfernen Bachläufen oder der Umbau von Nadelholzbeständen zu Laubmischwaldstrukturen im Quellgebiet.
- Anlage von “Salamander-Gumpen”: Künstliche Gumpen könnten den Feuersalamandern als dringend nötige neue Lebensräume dienen. Zuvor muss jedoch sichergestellt werden, dass der empfindliche Fließcharakter der Quellbäche nicht beeinträchtigt wird.
- Untersuchung von Winterquartieren, die durch menschlichen Einfluss entstanden sind: Aufgegebene Wasserbehälter oder Brunnen können eine große Bedeutung für das Überwintern der Feuersalamander haben. Neben natürlichen Quartieren sollen solche Anlagen gezielt erforscht und gegebenenfalls verbessert werden.
- Aufbau Bsal-Monitoring: Um die Entwicklung der Feuersalamanderpopulationen zu erfassen, werden die gewässerbewohnenden Larven der Art stichprobenartig in geeigneten Bächen dokumentiert.
- Öffentlichkeitsarbeit und Citizen Science: Aufklärung über Bsal kann Übertragungswege etwa durch Wanderer oder Mountainbiker stoppen. Die Fotodokumentation von Totfunden von Feuersalamandern liefert wichtige Erkenntnisse über die bereits erfolgte Ausbreitung des Pilzes.
- Koordination und Bündelung von Wissen und Maßnahmen: BN und LBV treten gemeinsam bei der Umsetzung des Projektes auf und sind Ansprechpartner für Fachbehörden und Wissenschaft.
Das Artenhilfsprogramm Feuersalamander wurde zu 90 Prozent über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz finanziert.
Aktuell gibt es keine Möglichkeit, Bsal in der Natur zu bekämpfen. Um den Fortbestand des Feuersalamanders in Bayern zu sichern, ist deshalb ein Erhaltungszuchtprogramm "ex situ" notwendig. "Ex situ" bedeutet, dass die Tiere außerhalb ihres eigentlichen Lebensraumes gezüchtet werden.
Eine Studie des BUND Naturschutz in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz, dem Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz in Bayern (LARS) und dem Bayerischen Umweltministerium hat die Machbarkeit eines solchen Zuchtprogramms untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Ex-situ-Programm mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit realisierbar ist.
Die vorliegende Studie fasst den bisherigen Erkenntnisstand eines möglichen Ex-situ-Programms für den Feuersalamander zusammen, konkretisiert diesen und stellt noch offene Fragen dar.








