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Alles heile Welt in Bayern?! – Agrarbündnis Bayern demonstriert vor der Staatskanzlei für eine bessere Agrarpolitik

Bündnis aus Bauern-, Umwelt-, Tierschutzverbänden und Verbraucherschaft fordert bessere politische Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft

16.04.2021

Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet Bayern als Vorbild für Agrarökologie. Er zeichnet damit das Bild einer „heilen Welt“- und unterstützt ein „Weiter-so“, statt sich für eine Agrarwende einzusetzen. Eine Wende, die schon jetzt nachhaltig wirtschaftenden bäuerlichen Betrieben und handwerklichen Verarbeitungsstrukturen Perspektiven gibt.

Mit einer Aktion vor der bayerischen Staatskanzlei will das bayerische Agrarbündnis verdeutlichen, unter welchem Druck bayerische Bauernhöfe, Nutztiere und Umwelt stehen. Dass auch in Bayern immer mehr Höfe, Metzgereien und Bäckereien schließen, ist ein großer Verlust für die ländlichen Räume, die Vielfalt und Resilienz unseres Ernährungssystems und damit für unsere gesamte Gesellschaft.

Das Bündnis aus landwirtschaftlichen Organisationen, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzverbänden fordert eine ressourcenschonende, nachhaltige bäuerlich geprägte Landwirtschaft. Diese soll hochwertige Lebensmittel erzeugen, die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die Kulturlandschaft pflegen.

Die Verbände fordern ein Umdenken in der Agrarpolitik. Statt Billigproduktion für den Weltmarkt und immer weiter fortschreitender Konzentration sieht das Bündnis die Zukunft in regionaler, ökologischer Erzeugung, gepaart mit einer höheren Wertschätzung gegenüber Nahrungsmitteln. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, mehr Geld für Lebensmittel aus nachhaltiger Landwirtschaft zu bezahlen. Die Politik ist gefragt, diesen Wandel mitzugehen und aktiv zu unterstützen. Bayern als einflussreiches Bundesland muss sich deswegen konsequent dafür einsetzen, dass

  • Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für Umwelt, Klima und Tierwohl im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und deren Umsetzung in Deutschland besser honoriert werden.
  • die Empfehlungen der Borchert-Kommission zur Einführung einer mengenbezogenen Tierwohlabgabe für den Umbau der Tierhaltung umgesetzt werden.
  • auf europäischer Ebene eine verpflichtende Herkunfts- und Haltungskennzeichnung eingeführt wird.

Außerdem muss Bayern seinen eigenen politischen Handlungsspielraum konsequent für die nachhaltige Transformation der Land- und Lebensmittelwirtschaft nutzen. Dies gilt für die Ausgestaltung der eigenen Förderprogramme, Maßnahmen zum Ausbau des ökologischen Landbaus und Unterstützung von Betrieben der Lebensmittelverarbeitung, die die Qualität der Lebensmittel, nachhaltige Produktion und Wertschöpfung für die Landwirtschaft sichern. Von der bayerischen Staatsregierung müssen deutliche Signale an die Bevölkerung ausgehen, dass ein Wandel hin zu einem nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystem gewollt ist und mit aller Kraft vorangetrieben wird!

Ansprechpartner*innen der beteiligten Verbände

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Landesverband Bayern (AbL) Josef Schmid, Vorsitzender, 0171-1108148
  • BUND Naturschutz in Bayern (BN), Richard Mergner, Landesvorsitzender, 0171-6394370; Stephan Kreppold, Sprecher des BN-Arbeitskreis Landwirtschaft, 0170-1623350; Martha Mertens, Sprecherin BN AK Gentechnik,
  • Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund, Anette Seehaus-Arnold, Präsidentin, 0175/65654020
  • Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern; Johanna Ecker-Schott, Beirätin, 0172-8384754
  • Genussgemeinschaft Städter und Bauern e.V., Stefan Barbarino, Gründungsmitglied, 0176-99129812
  • Greenpeace München, Beatrix Fuchs, Ansprechpartnerin Landwirtschaftsgruppe, 0171-5761756
  • Jugendorganisation BUND Naturschutz (JBN), Julia Dade, 0176 4764 9118
  • Landesbund für Vogelschutz (LBV), Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender, 0173-2730304; Elisabeth Wölfl, Bezirksgeschäftsstellenleitung, 0162-1337693
  • Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ), Hubert Heigl, Vorsitzender; Cordula Rutz, Geschäftsführerin, 0170-1768498
  • NaturFreunde Bayern, Christine Eben, stellv. Landesvorsitzende, 0152-26265562
  • Parents4future, Dr.Elisabeth Frank, Mitglied, 0170-3814191
  • PROVIEH, Dr. Henning v. Lützow, Regionalgruppenmitglied,0171-7740165
  • Slow Food München, Dr. Rupert Ebner, Vorstandsmitglied, 0172 816 56 14

Anlage mit Einzelstatements der beteiligten Verbände