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Tiere und Pflanzen

Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander: Amphibien in Bayern

Der Schutz von Amphibien ist ein Herzstück des BN-Artenschutzes. Während der Krötenwanderung retten Freiwillige des BUND Naturschutz jährlich bis zu 700.000 Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander. Lassen auch Sie sich begeistern von der faszinierenden Welt unserer Lurche!

19 Amphibienarten

In Bayern sind aktuell 19 Amphibienarten heimisch. Die Rotbauchunke ist ausgestorben, eine Population des Alpenkammmolchs ist vermutlich auf ausgesetzte Tiere zurückzuführen.

60 Prozent gefährdet

12 Arten finden sich auf der aktuellen Rote Liste Bayern: 1 Art ist ausgestorben, 3 Arten sind “vom Aussterben bedroht”, 5 Arten sind “stark gefährdet”. (Stand 2019)

Hauptgefahr: Mensch

Lebensraumverlust, Straßen, Landwirtschaft und Krankheiten bedrohen Amphibien – der BN unterstützt ihren Schutz, rettet hunderttausende Tiere jährlich auf der Wanderung.

19 verschiedene Amphibienarten (Lurche) gibt es hier in Bayern. Zu ihnen gehören Frösche, Kröten und Unken (die Froschlurche), sowie Molche und Salamander (die Schwanzlurche). Ihnen allen sind zwei Besonderheiten gemeinsam: Sie leben sowohl an Land als auch im Wasser. 

Während ihres Heranwachsens durchlaufen sie deshalb eine erstaunliche Metamorphose: Vom Ei über die Larve (Kaulquappe) bis hin zum erwachsenen Tier verändern sie ihre Gestalt komplett – mit Ausnahme des Alpensalamanders.


Unterschied Frosch und Kröte, Molch und Salamander

Hier finden Sie unsere Amphibien-Bestimmungsschlüssel.

Häufigere Amphibienarten wie die Erdkröte oder den Grasfrosch kennen die meisten von uns. Bei selteneren, wie der glockenhell tönenden Gelbbauchunke oder dem knallblauen Moorfrosch, braucht es schon eine gute Portion Spürsinn, um ein Exemplar “live” zu sehen. Der Grund dafür: 

Die Lebensräume vieler Amphibien, wie etwa Auen und Moore, werden immer seltener, außerdem gibt es immer weniger Laichgewässer – von der Pfütze bis zur aufgelassenen Kiesgrube. Anlass genug für den BUND Naturschutz in Bayern e.V. den Amphibienschutz voranzutreiben.


Faszinierend und gefährdet: Amphibien in Bayern

  • Amphibien sind wechselwarme Tiere, sie können also ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren und sind von der Umgebungstemperatur abhängig. Das ist ein Beispiel für ihre faszinierende Lebensweise und erklärt etwa, warum sie an der Schwelle von Winter zu Frühling in großer Zahl auf Wanderung gehen, wenn es draußen wärmer wird. Und klar ist damit auch, dass sich die Klimakrise bei den Amphibienarten besonders auswirkt.
  • Lurche können Sauerstoff und Wasser auch über die Haut aufnehmen, sie atmen und trinken sozusagen damit. Damit die Haut ihre Funktion erfüllen kann, darf sie jedoch nicht zu trocken werden. Lurche sind also auf eine gewisse Grundfeuchte ihres Lebensraums angewiesen – und darin sollten keine Gifte wie Glyphosat vorkommen.
  • Alle Lurche – bis auf den Alpensalamander – brauchen zum Laichen ein Gewässer, in dem ihre Nachkommen aufwachsen. Der Alpensalamander ist als einzige bayerische Lurchart lebendgebärend. 

Abgesehen von dieser Gemeinsamkeit unterscheiden sich die verschiedenen Arten aber zum Teil deutlich in ihrer Lebensweise und ihren Merkmalen: Während etwa die Ordnung der Schwanzlurche und Froschlurche gut auseinanderzuhalten ist, fällt es teilweise sogar Fachleuten schwer, die je drei Unterarten von Braun- und Grünfröschen zu bestimmen.

In der Balzsaison sind die Männchen beim Froschkonzert zu hören, ansonsten leben die verschiedenen Arten lautlos und unauffällig – vielleicht trägt dies dazu bei, dass sie oft übersehen werden:

Gefährdung von Amphibien

  • Es gibt immer weniger Feuchtgebiete, damit nimmt auch der Lebensraum von Amphibien stetig ab.
  • Gefährliche Lebensweise: Auf ihren alljährlichen kilometerlangen Wanderungen zu den Laichplätzen sind viele Amphibien durch Landschaftszerschneidung und Straßenbau großen Gefahren ausgesetzt.
  • Die großflächigen Ackerwüsten der Landwirtschaft bieten keinen Lebensraum, über die Haut nehmen Amphibien Ackergifte auf.
  • Tödliche Fallen rund ums Haus oder an Straßen und Bahngleisen: Aus ungesicherten Kabel-, Licht- oder Abwasserschächten gibt es kein Entkommen, wenn die Tiere hineingefallen sind.
  • Aufgeräumte Gärten bieten zu wenig Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten für die Tiere.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte über die Lurche und wie sie auf verschiedene Weise zum Amphibienschutz beitragen können.